Dialog auf Reise
 
Gamamila
11. April 2008
Chronikarchiv

2. April 2008
Sebastian Gronbach und sein integraler Gasballon - eine Rezension

21. März 2008
Meister und Hüter der Meditation...

16. März 2008
Das Motiv auf einer Pastellskizze von Steiner enthält ein großes, ernstes Antlitz in rosa-violettem Farbton...

10. März 2008
Statt diesmal einen weiteren Aufsatz zu bringen, möchte ich mein Blog präsentieren...
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2. März 2008
Der Umgang mit Kunst baut eine seelische Brücke, die zu geistigem Erleben führt...


24. Februar 2008
Im höheren Bewusstsein betritt man geistige Orte, wo man sich normalerweise nicht auskennt...

17. Februar 2008
In vielen Ereignissen ist man allein gewesen...
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10. Februar 2008
Biografisches zu denken, zu bewegen und zu vertiefen, ist eine Voraussetzung für karmische Erkenntnisse...          


3. Februar 2008
Fragen über und an die Anthroposophie führen durch... 
           
Blog

3. April 2008
Latte macchiato, bananensplitt und stand-up-anthroposophie

21. März 2008
Das Capesius-Syndrom

20. März 2008
Monsanto und die Gentechnik


14. März 2008
Plädoyer für einen schreibreform der deutschen sprache

10. März 2008
Von der mission der migräne
und der missionen von Sebastian Gronbach
Aufsätze
aus dem "Goetheanum"
zum Thema:
Engel
Ibsen 
Schwelle
Christus Klimawandel
Manichäismus
Körperindustrie
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Frieden durch gegenseitiges Lernen
Künstlerporträt: Marius Wahl-Gran
Anfang der 1990er jahre leitete ich eine kunstabteilung am Steinerseminar in Järna (SE). Einer meiner schüler war der Norweger Marius Wahl-Gran. 1997 half ich ihm als assistent bei der umsetzung seines designs für die anthroposophische manifestation an der esoterikmesse in Oslo. Marius ist ein geschätzter künstler auch außerhalb der anthroszene. Mit seinen feierlichen, oft in moll gestimmten farbtönen schafft er bilder der kontemplation und der zielstrebigkeit. Klicke auf die bilder und seine website wird erscheinen.   
Wir leben in einer leidkultur, die kunst in unserer zeit möchte gern dieses leid vermitteln. Ich denke allerdings, dass es genau so wichtig ist, hoffnung, glaube, schönheit zu vermitteln, etwas, was uns über das ganze heben kann, uns fähig macht, etwas größeres zu schauen.

Marius Wahl-Gran 
Marius Wahl-Gran, Natur morte.
Öltempera auf Leinwand.
100 x 200 cm
Marius Wahl-Gran,
Ohne Titel.
Marius Wahl-Gran,
Ohne Titel.
Marius Wahl-Gran,
Ohne Titel.
Kari Bu im Gespräch mit Christian Egge

KARI BU: - Was war die treibende Kraft für dieses große Projekt?

CHRISTIAN EGGE: - Vor einigen Jahren sah ich eine Reklame in Dagens Nyheter [Tageszeitung in Stockholm. JS], die sagte, dass ein elektrischer Impuls im Gehirn des Solons die Idee von der Demokratie in der antiken Hellas gebar. Dass elektrische Entladungen im Gehirn sozusagen Ideen gebären sollten, fand ich unmöglich. Somit begann ich, Philosophie zu studieren. Das Verhältnis zwischen Denken und Körper interessierte mich. Später, als ich mit Pädagogik arbeitete, las ich den Lehrplan für die Schule in Norwegen und Schweden. Humanistische Ideale standen zentral, die Schule sollte Kinder und Jugendliche helfen, Freiheit zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen. Sogleich unterrichtet man in einer Biologie, die sagt, dass Leben und Bewusstsein Produkte chemischer Prozesse im Gehirn sind. Ich sah einen möglichen Konflikt zwischen humanistischen Idealen und den Konklusionen der Biologieunterricht. Derlei wurde ich inspiriert, Menschen von unterschiedlichen pädagogischen Richtungen und Religionen zu fragen, wie sie über diesen Konflikt denken. Hat der Mensch die Möglichkeit zu freien Entscheidungen? Die Antwort ist wichtig, für wie wir uns selbst erleben.                     

Freiheit und Verantwortung

- Wie viel Freiheit denkst du, dass wir haben?


- Im Ausgangspunkt war ich auf die potenzielle Freiheitsmöglichkeit des Menschen ziemlich überzeugt. Nach allen Gesprächen bin ich einbisschen mehr ehrfürchtig geworden. Wie der Philosoph Torbjörn Tännsjö sagt, ist dies eine schwierige Frage in der Philosophie!

Aber ich glaube weiterhin auf die Möglichkeit der Freiheit - und somit auf die Fähigkeit, persönliche Verantwortung zu übernehmen. Etwas, was für diese Fähigkeit bürgt, meine ich, ist, dass wir Menschen über das Denken denken können - oder besser: ich kann die Gedanken beobachten und darüber nachdenken, was ich gedacht habe. In dem Augenblick, wo ich bewusst meinen eigenen Körper, meine eigenen Gefühle und Gedanken beobachte, befinde ich mich in einem Freiheitspunkt. Ich kann auch in verschiedene „Gedankenmodelle“ hineinsteigen: Ich kann mit dem Materialisten denken, der auf die Freiheitsmöglichkeit nicht glaubt, und der glaubt, dass wir determiniert sind. Ich kann mit denen denken, die glauben, dass der Glaube an Freiheit und Verantwortung sei ein Gefühl, das wir benötigen, das aber keinen Grund in der Wirklichkeit hätte. Oder ich kann verfolgen den philosophischen Standpunkt, der erklärt, dass wir die Möglichkeit zu Freiheit in Gedanke und Wille haben.

Ich glaube, es ist in dieser denkenden Aktivität, dass wir Menschen uns in einer freien Situation befinden. Dies schafft auch Konsequenzen für unsere Entscheidungen und unsere Handlungen. Dass wir in großem Ausmaß von Vererbung und Milieu gesteuert sind, ist klar, und wir sind oft Opfer unbewusster Handlungsmuster. Wenn wir aber wirklich wach sind und bewusst verschiedene Handlungsmuster beobachten mit den verschiednen Motiven, die als Ursache der verschiedenen Wahlen sein können, dann glaube ich an die Freiheit. Vielleicht ist es äußerst selten im Leben, dass wir wirklich frei sind, aber ich glaube, dass diese Augenblicke prinzipiell möglich sind.

Ein anderer Gedanke - der Mehrere, die ich interviewt habe, formulierten - ist, dass die Freiheit in der Zukunft liegt, dass sie ein Zukunftsziel ist, nach der wir streben können. Vielleicht ist es so, aber es setzt die Möglichkeit der Freiheit voraus. Für mich bedeutet es eine spirituelle Dimension unseres Wesens, eine Instanz, die das Materielle transzendiert. Darüber bin ich überzeugt: Freiheit ist nichts, das man „hat“, ist nichts Gegebenes. Freiheit ist etwas, das man „nimmt“, etwas, das man aktualisiert, greift im Augenblick.

Ich assoziiere oft zum Begriff „Improvisation“, wenn ich an die Freiheit denke. Als ich herumgereist bin und mit Menschen sprach, habe ich erlebt, dass diejenige, die an die Freiheitsmöglichkeit und die Fähigkeit der persönlichen Verantwortung tatsächlich glauben, begeisterte Menschen sind. Z. B. Desmond Tutu, ein begeisterter Mann, der einen Menschenalter für sein Volk gekämpft hat. Sein Argument für die Möglichkeit der Freiheit - die er meint, gesehen zu haben bei Menschen, die geschafft haben, zu vergeben und versöhnen - war überzeugend. Noch Andere argumentierten auch für Freiheit und Verantwortung als eine Realität. Es waren konstruktive Menschen, die eine Zukunftshoffnung vermitteln konnten. Und das ist etwas, was wir brauchen.

- War es selbstverständlich, dass du herumreisen und philosophieren solltest; bist du ein Produkt der Vererbung und der Umwelt?

- Ich komme nicht von einem besonders philosophischen Elternhaus. Es kann aber gut einen Funktion des Heranwachsens sein, dass man etwas anderes wählt. Eine Gegenreaktion. Es ist eine große Frage: was ist Reaktion und was ist Aktion? Ich glaube, in jedem Menschen ist es etwas, das jenseits Charakter und Milieu ist.

Lehrreiche Begegnungen - Johan Galtung

- Das Buch ist als eine Mischung von Dialog und Reisebericht geschrieben. Möchtest du spezielle, gute Erlebnisse hervorheben?

- Etwas vom Tollsten war die Begegnung mit Johan Galtung. Lies das Gespräch, und du wirst sehen warum. Es begann in einem Auto, in welchem er einen phantastischen Vortrag über Freiheit und Verantwortung hielt, während wir fuhren. Das Auto bekam eine Panne, wir setzten in einem Taxi fort, zusätzlich im Zug, und am Ende saßen wir in einem Flugzeug. Galtung nahm jede Situation, die eintraf, mit großer Sinnesruhe und mit Genüge. Wir konnten unabhängig der Umstände ein genauso interessantes Gespräch fortsetzen.

Desmond Tutu

Es war auch ein phantastisches Erlebnis, Desmond Tutu in Cape Town zu begegnen. Ich fühlte mich sogleich beisammen mit ihm. Afrika hat ein Begriff - übüntü - das von menschlichen Relationen, Würde und Freundschaft handelt. Tutu personifizierte übüntü. Ich habe nie jemand getroffen, der in solchem Maß ein warmes Herz mit einem kristallklaren Intellekt vereint hat. Er schlägt dich auf dem Oberschenkel.

Torbjörn Tännsjö

Ich muss auch nennen die Begegnung mit Torbjörn Tännsjö, schwedischer Philosophieprofessor, dem ich von allem am Weitesten weg stand, wenn es um die Anschauungen gingen. Er meint, wir sind total determiniert; in unseren Handlungen vorausbestimmt. Aber er räumte seine Unsicherheit ein, das war sehr positiv. Ich dachte: dieser Mann möchte ich zu meinem fünfzigsten Geburtstag einladen.

Grigorij Pomerants
Die Person, mit der ich die tiefste Begegnung erhielt, war der Russe Grigorij Pomerants. Er öffnete sich vollständig und erzählte unter anderem von den Konzentrationslagern Stalins. Er zitierte Dinge aus den Uphanishaden und Buddha, die auch für mich sehr viel bedeutet haben. Er hatte diese Dinge erlebt.

Shirin Ebadi
Eine Begegnung, die aus anderen Gründen lehrreich war, erhielt ich, als ich nach Iran reiste, um Shirin Ebadi zu interviewen. Wir trafen uns zuerst, um das Interview vorzubereiten, aber als es zwei Tage später stattfinden sollte, war sie verschwunden. Sie war zum Revolutionsgericht gebeten und konnte offenbar mir nicht begegnen. Eben verweigerte sie, beim Revolutionsgericht sich einzustellen, weil sie als Juristin weiß, dass es illegal ist, wenn sie keinen Grund angeben. Aber es war zu spät für mich, eine neue Vereinbarung mit ihr zu kriegen. Am nächsten Tag musste ich nach Hause fliegen.

In Iran erlebte ich, dass Menschen nicht sagen und schreiben konnten, was sie wollten. Ebadi arbeitet für diejenigen, die für derartigen Staatsterror ausgesetzt sind. Auf diese Reise bekam ich eine Korrektur in meinem Projekt. Ich hatte früher unter behüteten Verhältnissen geredet und erlebte jetzt, dass dies nicht überall möglich ist. Das Interview mit Shirin Ebadi, das nicht geschehen konnte, ist eine der wichtigsten Reisen, die ich gemacht habe. Nachher meldete ich mich bei Amnesty ein. Das hätte ich schon längstens machen können, aber ich musste dieses Erlebnis zuerst haben, bevor ich begriff, dass wir für dieses arbeiten müssen, dass Menschen, das Bedürfnis sich frei auszudrücken, überall bekommen müssen.

Mehrkultureller Dialog - Leroy Little Bear, B. Alan Wallace und Dalai Lama

- Es hätte ein anderes Buch werden können, wenn du nicht herumgereist bist, sondern alle zu dir nach Hause eingeladen hättest?

- Das ist klar. Ich hätte vielleicht die verschiedenen Gesichtspunkte in der Sofaecke zuhause zusammengekriegt, aber es hat mehr von mir gefordert, zu reisen, und ich habe viel bekommen. In Südafrika reiste ich umher, z. B. nach Pretoria, wo ich afrikanische Schulkinder erlebte. Das wurde für mich wichtig. Ich begegnete eine Gruppe Kinder, die sehr arm waren, aber eine enorme Lebenskraft hatten. Sie hatten dort Qualitäten, die in unseren skandinavischen Ländern fast verschwunden sind. Ich lernte sehr viel von afrikanischen Verhältnissen, und erlebte ein anderes Lebensgefühl. Das machte mich begeistert.

In Kanada begegnete ich dem Indianer Leroy Little Bear und einer Kultur, wo man Relationen durch das Annehmen von Geschenken bewirken. Austausch von Geschenken war ganz anders als zuhause, sehr sachlich und unsentimental. Dann muss ich die Woche nennen, die ich bei Dalai Lama und seinen Mönchen in Dharamsala war. Ich habe mich für den Buddhismus und den Freiheitskampf der Tibeter interessiert seit ich 17 Jahre alt war. Plötzlich durfte ich eine ganze Woche sitzen und zu Gesprächen zwischen westlichen Wissenschaftlern und Buddhistmönchen lauschen. Sie redeten über Biologie, Genetik, Physik und ethische Fragen. Ich bekam ein langes Interview mit Dalai Lamas Übersetzer B. Alan Wallace. In den Teepausen sprach ich auch selbst mit Dalai Lama. Ich erlebte ihn nicht als exotisch, sondern sehr nahe, etwa wie Desmond Tutu, mit einer kolossalen Spontaneität und Lebensfreude.

Westliche Menschen und Muslime - Ibrahim Abuleish

- Sollten nicht auch westliche Menschen und Muslime zu einer solchen Konferenz sich treffen?


- Sollen wir mit Bin Laden einen Dialog führen? Ja sicher, sagt Galtung. Es gibt keine alternative zu Dialog. Der Dialog zwischen der muslimische Welt und den säkularisierten Westen ist einer der wichtigsten Aufgaben heute. Ich würde gern dieses Thema verfolgen. Ich war einbisschen in muslimischen Ländern und wurde sehr fasziniert. Die allermeisten Muslime sind herrliche Menschen, tief moralisch, sehr gastfreundlich, und wir haben sehr viel voneinander zu lernen.
Auf dem Sekem Farm in Ägypten wohnen sowohl Muslime, Kopten (Christen) als auch Menschen aus Europa mit anderem Hintergrund.

Dr. Ibrahim Abuleish startete eine biodynamische Landwirtschaft in 1977 auf 70 Hektar Wüstensand. Heute ist es eine ganze Gesellschaft, ein hervorragender Modell für soziale und tragfähige Entwicklung. De koptischen Kinder auf dem Hof putzen jeden Freitag den Moschee, und die muslimische Kinder setzen jeden Sonntag in der koptischen Kapelle die Blumendekorationen auf. Ibrahim Abuleish hat ihnen von den zwei Religionen und ihren Charakteristika erzählt. Solche Dinge gehören zu dem Wichtigsten, was in der Welt geschieht, und es schafft eine mächtige Zukunftshoffnung.                                      

- Wie können ähnliche Dinge mit Kindern und Jugendlichen in Norwegen getan werden?

- Man muss die verschiedenen Religionen so viel wie möglich für einander präsentieren. Es gibt viel Schönes in der muslimischen Kultur, z. B. die Sufidichtung. Dies ist ein Schatz, der wir zu unseren christlichen oder säkularisierten Jugendlichen vermitteln sollten. Wie Pomerants sagt, so glaube ich, dass man versuchen muss, tief in die Religionen hineinzukommen. Er sagt, dass die unterschiedlichen Religionen wie Reflexen der gleichen Quelle in verschiedenen Spiegeln sind. Ich möchte auch Galtung zitieren, der sagt, dass Toleranz nicht genug ist. Toleranz kann bedeuten, dass ich dich akzeptiere, weil ich so tüchtig und großartig bin. Wir müssen weiter zum nächsten Schritt: gegenseitiges Lernen. Dort beginnt es, dass man wirklich sieht, dass es von anderen, die anders denken, möglich ist, etwas zu lernen. Zu glauben, dass wir die ganze Wahrheit und die richtige Auffassung der Welt besitzen, ist ein Ausdruck von einem absurden und begrenzten Gedankengang. Ich glaube, dass die Begeisterung darüber, etwas Neues zu lernen, der Motor ist, anderen etwas zu geben.

- Du hast mit Menschen gesprochen, die etwas in der Praxis machen und nicht nur denken?
- Der Ausgangspunkt war sehr philosophisch, aber die Menschen, die ich begegnete, standen mitten im Leben und in den Problemen. Ich hoffe, dass der Leser spüren kann, dass es um konkrete Sachen handelt. Ibrahim Abouleish hat eine Landwirtschaft geschaffen mit Arbeit für 2000 Menschen. Er gibt medizinischen Beistand für 30 000. Er hat im ganzen Ägypten das Spritzen mit Gift von Flugzeugen abgeschafft und dazu beigetragen, dass 80 Prozent der Baumvolle in Ägypten nach ökologischen Methoden angebaut werden. Er hat auch Schulen auf allen Niveaus geschaffen. Etwas mehr Praktisches kann man fast nicht denken. Er ist ein sehr sinnreicher Denker, aber er sagt: Ich habe keine Ideen, ich produziere meine Ideen.

Das dominante Amerika und der Buddhismus als Vermittler - Arthur Zajonc

- Bush redet sehr viel von Freiheit, aber du hast ihn nicht interviewt?


- Ich hätte gern mit ihm und seinen Mitarbeitern von ihrem Freiheitsbegriff gesprochen. Ich habe Schwierigkeiten, ihre edlen Motive zu glauben. Sehr viele von denjenigen, mit denen ich gesprochen habe, waren sehr kritisch zur Außenpolitik der USA, und keiner hat vermutet, dass USA in der heutigen Welt versöhnlich wirken kann. Aber alle Amerikaner sind nicht gleich: Ich habe den Amerikaner Arthur Zajonc interviewt, ein sehr kreativer Mann, der mit Menschen von verschiedenen Kulturen auf eine konstruktive Weise arbeitet. Wir müssen selbstverständlich nicht denken, dass alle Amerikaner die Politik der Vereinigten Staaten vertreten. Gleichzeitig haben sie einen gewaltigen Willen zum Dominieren, und eine Glaube, dass der christlich-jüdische Erbe die Welt heute lenken soll.

Mein Eindruck ist, dass der Buddhismus die Religion mit dem wenigsten Fundamentalismus ist. Wenn man das Interview mit Wallace liest, scheint es, als ob der Buddhismus eine große Möglichkeit als Vermittler zwischen Religion und Wissenschaft hat. Vielleicht kann er auch zwischen Zivilisationen vermitteln. Er ist wenig missionierend, seine Hauptzielsetzung ist, Frieden zu schaffen, und er hat deutlich mehrere Aspekte als die religiösen. Ich glaube, dass der Buddhismus eine wichtige Funktion in der Zukunft haben wird.


Interview aus dem norwegischen Zeitschrift Flux, Nummer 48. Übersetzung aus dem Norwegischen von Jostein Sæther. Die Webseite von Flux: http://www.flux.no/

Christian Egge ist Magister in theoretischer Philosophie und dazu als Waldorflehrer und Sprachgestalter ausgebildet. Er wohnt in Schweden, wo er viele Jahre als Dozent und Bereichsleiter arbeitete am Rudolf Steinerseminar in Järna, bei Stockholm. Das Buch Frihetens vilkår - samtaler om verdier i det flerkulturelle samfunn (Flux Forlag, Oslo) is soeben erschienen. Mehr zum Buch von Christian Egge in norwegischer Sprache ist hier zu finden:
http://www.bokkilden.no/SamboWeb/produkt.do?produktId=2645367

Kari Bu ist eine junge norwegische Autorin und Journalistin. Sie ist Redakteurin und Webmaster im Verlag Flux in Oslo. 2001 kam ihr Debütroman Inniverset. Sonst hat sie Novellen in Sammlungsbände veröffentlicht. Sie ist außerdem als Chronistin in vielen Zeitschriften und Tageszeitungen wie Aftenposten, Flux, Ny tid, Spirit, VG, Le Monde Diplomatique regelmäßig repräsentiert. Ihre Webseite lautet: http://www.flux.no/kari/
Vier Jahre lang ist Christian Egge in der Welt umhergereist, dem ich anfangs der 90er Jahre als Kollege hatte in der Erwachsenenbildung in Schweden. Er begegnete vielen einflussreichen Personen
Umschlag des Debüts von Christian Egge
Desmond Tutu
Foto (
freigestellt): Benny Gool
Shirin Ebadi
Bildquelle
Ibrahim Abuleish
Bild: Sekem
Quelle
Baumwoll-Felder
Bild: Sekem
Quelle
Marius Wahl-Gran, Heimkehr.
Öltempera auf Holz und Kupfer.
100 x 200 cm
Marius Wahl-Gran,
Ohne Titel.
Marius Wahl-Gran,
Ohne Titel.
Marius Wahl-Gran,
Ohne Titel.
Marius Wahl-Gran,
Ohne Titel.
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Christian Egge
und sammelte eine Reihe interessanter Interviews. Sie sprachen von den Bedingungen der Freiheit und wie wir in der multikulturellen Gesellschaft zusammenleben können und müssten. Egge hat unter anderem der angelikanische Erzbischof Desmond Tutu in Südafrika besucht. 1984 wurde Tutu für sein Engagement gegen die Apartheidpolitik den Friedensnobelpreis verliehen. Egge traf auch den norwegischen Politologen Johan Galtung und machte mit ihm ein ausgedehntes Gespräch auf einer Auto-, Taxi-, Zug- und Flugreise. Im Jahr 1987 erhielt Galtung den Alternativen Nobelpreis, 1993 den Ghandi-Preis. Jetzt ist Christian Egges erstes Buch da, das diese Interviews beinhaltet und das Bedingungen der Freiheit untersucht.
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Kari Bu
B. Alan Wallace
Ph. D., Gründer und Präsident des Santa Barbara Institute for Consciousness Studies