Mit norwegischer Schreibart
Jostein Sæther | Plädoyer für einen schreibreform
der deutschen sprache
Jeder, der mehrere Sprachen beherrscht, weißt, dass die deutschen Bücher immer dicker sind als Bücher in vielen anderen Sprachen. Ich liebe die deutsche Sprache, und ich mache mir keine Illusionen, dass demnächst nochmal ein neuer deutscher Sprachreform kommen würde. Nichtsdestotrotz hat es mir heute Spaß gemacht, den unten aufgestellten Vergleich zu machen. In den drei Spalten ist immer der gleichbedeutende Text zu finden.
In der ersten Spalte sind meine Gedanken in Normaldeutsch zu finden. In der zweiten Spalte habe ich das Gleiche mit norwegischer Schreibart gemacht - ohne dass die Aussprache deswegen sich verändert -, dass heißt, für ch (ich) benutze ich kj oder tj, für ch (auch) wieder kj, weil dieser Laut im Norwegischen fehlt und für sch (schaffe) sj; für o steht å, für ü der u, für w der v, für v oft f und e manchmal æ (ä); das stumme h in stehen verschwindet, aber das erste e wird mit Zeichen akzentuiert; und für ck wird doppelt k geschrieben. Auch die Substantive sind entsprechend mit kleinem Buchstab geschrieben.
____________________
Gamamila
14. März 2008
Copyright © 2008
by Jostein Sæther
All Rights reserved
eMail:
Blogarchiv
10. März 2008
Von der mission der migräne
und der missionen von Sebastian Gronbach
Grammatik der meditation (2006)
Austreibung der gedankenleichen (2006)
Das bedeutsamste Buch des 21. Jahrhunderts
Nach dem Lesen von 5 Kapiteln in Sebastian Gronbachs Buch „Missionen“ komme ich zu der Begründung, dass es um das bedeutsamste Buch gehe, das ich bis jetzt in diesem Jahrhundert gelesen habe. Ob es auch ein grundlegendes Buch ist, lasse ich andere Leser entscheiden. Entscheidend für mich ist, dass Gronbach Klarheit darüber schafft, dass Geist alles bewegt, und auch mich bewegt, wenn ich mich dafür entscheide, dass ich es will, dass Geist mich bewegen soll, sodass andere sehen kann, dass ich in meiner Entwicklung nicht still stehe, sondern weiterkommen will.
Zeilen = 33
Wörter = 96
Zeichen = 511
Buchstaben mit Leerzeichen = 605
Das bedåjtsamste bokj des 21. jarhonderts
Nakj dem lesen fån 5 kapiteln in Sebastian Gronbachs bokj „Missionen“ kåmme ikj zu der begrundung, dass es om das bedåjtsamste bokj gée, das ikj bis jetst in disem jarhondert gelesen habe. Åp es aokj æin grontlegendes bokj ist, lasse ikj andere leser entsjeiden. Entsjeident fur mikj ist, dass Gronbach klarheit daruber sjafft, dass gæist alles bevegt, ont aokj mikj bevegt, venn ich mikj dafur entsjeide, dass ikj es vill, dass gæist mikj bevegen såll, sådass andere séen kann, dass ikj in mæiner entvikklung nikjt still stée, såndern væiterkommen vill.
Zeilen = 32
Wörter = 96
Zeichen = 502
Buchstaben mit Leerzeichen = 598
.
Den viktigste boken i det 21. århundre
Etter lesningen av 5 kapittel i Sebastian Gronbachs bok
„Missioner” kommer jeg til begrunnelsen, at det handler om den betydeligste boken som jeg har lest i dette århundre. Om det også er en grunnleggende bok, lar jeg andre lesere avgjøre. Avgjørende for meg er at Gronbach gjør klart at ånd beverer alt og også meg, når jeg beslutter at jeg vill at ånd skal bevege meg, slik at andre kan se at jeg ikke vill stå still, men komme videre i min utvikling.
Rader = 25
Ord = 90
Tegn = 406
Bokstaver med
tomme tegn = 497
.
Falls du Norwegisch lernen möchtest - im letzten Jahr gab ich übrigens hier im Saarland ein Norwegischkurs für Leute, die nach Norwegen auswandern wollen - , könntest du dich mit dieser Lesart befreunden. Gleichzeitig wirst du sehen, dass die Textmasse in der norwegischen Schreibart immerhin 1.2 % weniger ist, und dabei spart man in dieser Aufstellung tatsächlich 1 Zeile ein! Die Textmasse in der norwegischen Übersetzung beträgt interessanterweise so viel wie 17.9 % weniger und man spart 8 Zeilen ein.
Stell dir mal vor, wenn Rudolf Steiners Gesamtausgabe (GA) nach dieser Schreibart neu gedrückt werden würde. Wir würden einerseits dadurch mindestens 5 Bücher - auf Textmasse ausgeschlagen - weniger bekommen und die Leser würden dann mehr Zeit finden, um z. B. die Karmaübungen zu machen! Andererseits, würden die Verleger und die Druckereien zukünftiges Arbeit bekommen, aber ich schlage es also nicht vor, da die Zeit der Bücher doch maßgebend abgeklungen ist.
Es gibt bei Rudolf Steiner den interessanten Hinweis, dass man seine Handschrift ändern kann, um das eigne Gewohnheitsleib zu beeinflussen. Dadurch kann auch die Gedächtniskräfte im Ätherleib entwickelt werden. Heutzutage benutzen wir kaum mehr die Handschrift, höchstens, um die eigenhändige Signatur zu zeichnen. Deswegen könntest du diesen Spaß ernst nehmen, um dich selber eine ganz schwierige Übung zu geben. Die Skandinavier sind übrigens ein lesendes Volk, weil z. B. die ausländischen Filme nicht mit einheimischen Stimmen synchronisiert, sondern mit übersetztem Text versehen sind. So musste ich mich jahrelang zuerst dazu gewöhnen, mein alter Ego Roger Moore mit fremder Stimme anzuhören. Somit würde der Deutschsprachige keinen Schaden der Seele erleiden, diesen Unsinn näher unter die Leselupe zu nehmen.
Wenn ich Sebastians Gronbachs zeitgemäßes und gleichwohl gerafftes Buch also übersetzen würde, würde es in Norwegen fast 20 % dünner sein und dies würde einiges für das Gewicht und den Preis machen, und das ist gut, weil in Norwegen Bücher sehr teuer sind. Statt die jetzigen 244 deutschen Buchseiten, würden wir 200 norwegische Seiten bekommen! Ob dadurch im Norden ein Bestseller entstehen würde, bleibt noch genau so unsicher, wie hier in Deutschland. Es würde viel auf den Verlag hängen, der es ausliefert. Bis aber die norwegische Übersetung vorliegt, muss ich mich also zufriedenstellen, in Normaldeutsch weiterzulesen. Das makjt mir aber nikjts aus, da ikj mikj dafur entsjiden habe.
__________________________
Wenn du einen Kommentar schreiben möchte, schickst du mir einen Email. Zu deinem Text bitte auch Kategorie und Dato des Blogs einfügen.
Foto: © W. Belser
Blog ist ein neues Wort der Internetära und abgekürzt von Weblog, das eine Kreuzung aus engl. World Wide Web und Log für Logbuch ist . Blog ist ein auf einer Webseite geführtes und öffentlich zugängliches Tagebuch oder Journal. In loser Abfolge berichte ich aus der äußeren Welt und der inneren Welten, Fragen, Ahnungen, Observationen, Erlebnissen und Bruchstücke die als nicht fertige und aufarbeitete, aber nichtsdestoweniger als wichtige Erfahrungen kommuniziert werden können.