Körperbewusstsein und Zeitreise II
Gamamila
19. März 2009
Chronikarchiv

8. Maerz 2009
Gibt es im Gehirn ein Organ für karmische Erinnerung?

16. Februar 2009
Stigmatisation

26. Januar 2009
Holger Niederhausen II

20. Januar 2009
Holger Niederhausen I

15. Januar 2009
Die Anthroposophie in Norwegen

5. Januar 2009
Das Traumlied vom Olav Åsteson

12. Dezember 2008
Über die Enthüllung der Mysterien

1. November 2008
Dafür ist Güte nötig

2. Oktober 2008
Anwältin für Rudolf Steiner

23. September 2008
Ist Sebastian Gronbach eine Gefahr?

3. September 2008
Der Almandin

29. August 2008
Ich-Kunst und Karmaforschung

28. Juni 2008
Erleuchtung im Sinne Rudolf Steiners - seine Lichtübung frei interpretiert

24. Juni 2008
Baummeditation

26. Mai 2008
Italien und die Zukunft des Südens

In den Auseinandersetzungen um die Schauungen von Judith von Halle wird der Begriff ‹Zeitreise› benutzt, um auf die Art hinzuweisen, wie sie bestimmte Ereignisse zur Zeitenwende erlebt. Ist es befugt, dieser Begriff zu benutzen für eine geisteswissenschaftliche Erforschung der Vergangenheit und für das Geist-Erleben früherer Inkarnationen, falls es um eigene karmische Motive geht? Und kann man in der Geistesforschung überhaupt die früheren Zeiten und die ehemaligen sinnlich-physischen Verhältnisse detailliert ermitteln bis auf Gesichtszüge, sprachliche Inhalte und Denkweisen?

Ich möchte zeigen, dass die geistige Forschung sehr präzise Auskünfte machen kann auch in Bezug auf ehemalige, physische Zustände. Auf Basis des eigenen meditativen Übens werden die Angaben von Rudolf Steiner sehr schlüssig. Es handelt sich bei der meditativen Forschung nicht um ein leibgebundenes, sondern um ein mit imaginativer Geist durchdrungenes Schauen und ein bis auf höhere Intuition sich Identifizieren mit den ehemaligen Ereignissen. Meine Rückblicke in frühere Erdenleben waren oft so explizit und wurden wie anwesend an etwas Handelndes erlebt, sodass sie dann deutlicher und kräftiger waren als normale Erinnerungen des jetzigen Lebens. Auch Steiner betont diese ungewöhnliche Stärke des karmischen Erkennens und benutzt den Begriff ‹Zurückwandlung›, auf den ich unten zurückkommen werde. Dies bedeutet eine Art des ‹Gestanden-Habens›, ein Begriff, der Steiner wählte, um zu bezeichnen seine erste geistige Erfahrung des Golgatha-Mysteriums, die er gegen Ende des vorletzten Jahrhunderts erfuhr.

Rudolf Steiners Leonardo-Beispiel
Rudolf Steiner wollte die anthroposophische Geistesforschung auf ein allgemeines Niveau stellen. Deswegen übersetze er meistens seine individuellen Erfahrungen in generellen Darstellungen einer ‹unpersönlich› referierenden Sprache. Es liegen aber einige Beschreibungen vor, wo man merkt, wie er selber direkt mit einer bestimmten Aufgabe der geistigen Forschung  individuell  gerungen  hat. 1913 betonte Rudolf Steiner in einem Vortrag in Bergen, Norwegen, dass uns ganz andere Verhältnisse entgegentreten, wenn wir die geistigen Welten betreten und das Leben ‹drüben› erfahren. Er sagte, dass es oft paradox klingt, wenn man versucht, sich konkret über geistige Verhältnisse auszusprechen, und er fuhr fort:

«Sehen Sie, da müßte ich Ihnen von einem Wesen erzählen, um nur eines herauszugreifen, von einer gestorbenen Menschenseele, mit der zusammen es mir gelungen ist, einiges zu erforschen in der geistigen Welt, weil sie besondere Kunde von ihm hatte, über den Maler Leonardo da Vinci, namentlich über dasjenige, wie das berühmte Bild in Mailand ausgesehen hat.» (1) Steiner wies darauf hin, dass eine solche geistige Erforschung zusammen mit einer verstorbenen Seele - indem man Verständnis hat für dasjenige, worauf sie einem hinweisen will - manches in der Akasha-Chronik erfahren lässt, was sonst schwer zu finden sei. Und er erzählte in dritter Person weiter, aber es ist lesbar, dass er es selbst erfuhr:

«Nehmen wir an, man erforscht mit einer solchen Seele die Art, wie geschaffen hat Leonardo da Vinci an seinem berühmten Abendmahl in Mailand. Man kann den malenden Leonardo in der Akasha-Chronik beobachten, kann beobachten, wie dieses Bild war, obwohl das nicht leicht ist. Wenn man es so macht, daß man mit einer Seele, die nicht verkörpert ist, aber einen Zusammenhang hat mit Leonardo und seiner Malerei, forscht, so sieht man, daß diese Seele einem dies oder jenes zeigt. Sie konnte zum Beispiel verständlich machen, wie eigentlich das Christusgesicht und das Judasgesicht waren auf diesem Bilde. Aber man merkt, die Seele könnte einem das nicht zeigen, wenn nicht in dem Augenblicke, wo sie es zeigt, Verständnis einziehen würde in die Seele des lebenden Forschers. Dieses Ver-ständnis braucht die Seele. Und die tote Seele lernt selber erst verstehen, was sie sonst nur anschaut, in dem Augenblick, wo die lebende Menschenseele sich belehren läßt. Daher sagt einem […] eine solche Seele […]: Du hast mich hierher gebracht zu dem Bilde - das sagt die Seele zum Lebenden dadurch, daß der Lebende das Bedürfnis hatte, das Bild zu erforschen - und nun fühle ich den Drang, mit dir zusammen das Bild zu erschauen. - So sagt die tote Seele und dann wird mancherlei durchgemacht. Aber es kommt ein Moment, wo die tote Seele entweder plötzlich nicht mehr da ist oder sagt, jetzt müsse sie fort. In diesem Falle, den ich eben erzähle, sagte die tote Seele zum Beispiel: Während Leonardo da Vincis Seele bis jetzt wohlgefällig hierher gesehen hat, will sie jetzt nicht mehr, daß weitergeforscht werde. Wie man nämlich im physischen Leben immer weiß, was man ansieht, so weiß man im geistigen Leben immer: dies oder jenes Wesen sieht einem an. Man fühlt sich fortwährend Blicken ausgesetzt, die einen zugleich aber zum Entschluß bringen, irgend etwas zu tun.» (2)

Steiners intime Bericht eines Zurückgehens in die Renaissancezeit weist auf die ‹Beziehungsfrage› im Geistigen hin, das heißt, dass man während des übersinnlichen Vorgangs mit geistigen Wesen zu tun haben wird. Darüber hinaus wird es deutlich, dass die Möglichkeit bestehe, frühere Zustände auch bezüglich ihres physischen Sachverhalts zu untersuchen. Steiner hob gewiss manchmal hervor, dass es nicht leicht ist, ein konkretes Ereignis in der Akasha-Chronik zu verfolgen. Man kann sich unterstützen z. B. durch Anknüpfung an Dinge, die man äußerlich erfahren hat. (3)

Einmal deutete er auch seine eigenen Schwierigkeiten in der geistigen Erforschung an im Hinblick auf die Entwicklung des Christentums: «Ich will durchaus nicht sagen, daß ich heute schon imstande bin, alles das präzise zu sagen, was sich in der geistigen Schrift darstellt. Denn gerade ich fühle mancherlei Schwierigkeiten und Mühe, wenn es sich darum handelt, Bilder, die sich auf die Geheimnisse des Christentums beziehen, aus der Akasha-Chronik zu holen. Ich fühle Mühe, diese Bilder zu der nötigen Verdichtung zu bringen, sie fest­halten zu können. Ganz zweifellos würde ich weniger Mühe haben, wenn ich in der Lage gewesen wäre, in meiner ersten Jugend eine wirklich christliche Erziehung erhalten zu haben.» (4)

Dieses Zitat wiederum macht anschaulich, dass die Belange, die Begabungen und der biographische Weg des Forschers selbst eingehend geprüft werden müssen, wenn man seine Ergebnisse und methodische Schritte beurteilen will. Es wird ersichtlich, dass geistige Forschung durchaus einer Art Einweihung oder Initiation entspricht, das heißt, dass man bereit ist, sich selbst allewege zu wandeln.

Das Gefühl als Anteilnehmer
In der Meditation entsteht oft eine intensivere Anteilnahme am Geschehen menschlicher Dramen und Ereignisse, als es im normalen Leben gewöhnlich und möglich ist. Im Alltag ist unsere Fähigkeit zum Gewahrwerden eigener Schmerzen und des Mitfühlens gegenüber den Anderen oft wegen der unterschiedlichsten Umstände abgedämpft. Oft kommen die starken Gefühle erst hinterher, wenn ein Ereignis vorbei ist und man sich einen Überblick verschafft hat. Angst kann solcherart ein starkes Gefühl momentan zurückhalten und dämpfen. Der Initiierte dagegen erlebt erfahrungsgemäß künftige Probleme, z. B. Anfeindungen, schon gefühlsmäßig voraus. Beim Meditieren und innerhalb der Sequenzen des karmischen Schauens müssen wir damit rechnen, dass ehemalige Gefühle so stark empfunden werden können, dass sie uns überwältigen würden, wenn wir sie im Normalbewusstsein ähnlich stark erleben würden. Man wird aber hier nicht negativ erschüttert, weil im Geistigen alles fortwährend von göttlichen Weltempfindungen durchdrungen ist. Man ist quasi in ein hierarchisches Mitgefühl eingetaucht, sodass die zu einem selbst gehörenden Erlebnisse jetzt in adäquater Stärke neu durchlebt werden.

Wir können immer wieder staunen, dass während Rückführungen und in karmischen Rückerinnerungen folglich ein kräftiges Fühlen entsteht. Wenn jemand entsprechende aus früheren Leben in der Schau aufgetauchte Orte hinterher entdeckt und zum ersten Mal in diesem Leben besucht, entsteht wieder eine Erkraftung des Gefühlslebens. Bevor man eine geistige Erfahrung hat, kommt einem normalerweise das Geistige als sehr abstrakt vor. Mit dem Herantreten an das Karma, das ja umgesetzter Geist ist, wird das Abstrakte überwunden und der Geist wird in der Seele kraftvoll, intensiv wirksam, so dass man dabei sogar ‹parallele› Gefühle haben kann, die mitunter positiv oder negativ geladen sein können. Schon im Imaginativen können wir bemerken, dass das Fühlen sich verfeinert, aber mit der Inspiration wandelt sich auch der Wille zu einer gefühlsähnlichen Kraft um, weil er nicht mehr an den Leib und an das Muskelsystem ‹gebunden› ist. Das Gefühl wird durch esoterische Tätigkeit immer mehr aktiv. Der Wille wird auch empfindsamer. Er wird zu einem Anteilnehmer des inneren Geschehens, der sich der Weisheit und der Wahrheit der geistigen Welt einordnet. Gewiss geschieht dieser Prozess des Umwandelns der seelischen Bezüge nicht von selbst, sondern man muss sich ständig beobachten und sein Ich-Gefühl wesentlich aktivieren und die Besonnenheit steigern wollen, sodass auch die Aufgaben des alltäglichen Lebens nicht vergessen werden.

Zurückwandlung und Identischwerden
Wenn wir uns auf frühere Leben unvoreingenommen einlassen und uns mit den imaginativen Inhalten identifizieren können, bedeutet es ein sinnentsprechendes sich Zurückwandeln, dessen Seelenintensität Rudolf Steiner sorgfältig begründete:

«Der Mensch erlebt durch sein Haupt in der Tat nur eine Spiegelung der gegenwärtigen Außenwelt. Aber wenn man aufsteigt zur Initiations-Wissenschaft, dann kommt man durch die imaginative Erkenntnis, ihre Umwandlung in inspirative Erkenntnis, und dann durch die intuitive Erkenntnis zurück zu den früheren Erdenleben. Dann schaut man hinein in die früheren Erdenleben, aber man schaut sie dann in ihrer geistigen Gestalt. In der geistigen Welt ist auch die Erkenntnis etwas durchaus Reales. Und derjenige, der mit wirklicher Initiations-Erkenntnis das durchmacht, dass er in die früheren Erdenleben hineinschaut, er kommt sich nicht so vor, als wenn er jetzt da wäre, jetzt am 15. Juni 1924 bloß, sondern er wird sich selber gegenwärtig in dem Verlaufe der früheren Erdenleben; er schaut da nicht nur hinein, sondern er schaut sich in seinem ganzen Wesen zurück. Es ist nicht ein abstrakt-erkenntnismäßiges Hineinschauen, es ist eine Zurückwandlung, ein Einssein, ein Identischwerden mit demjenigen, was man war. Es wird sehr lebendig das Innere, sehr bewegt und erregt, wenn man da zurückkommt in die früheren Erdenleben. Dadurch aber, dass man zurückgeht, gewinnt man die Möglichkeit, den Gesichtspunkt seiner Weltanschauung zu ändern. Der Gesichtspunkt der äußeren Weltanschauung, die man gewöhnlich hat, ist der Kopf. Diesen Kopf, den Sie schon im vorigen Erdenleben gehabt haben, den können Sie nicht zum Gesichtspunkt der Weltanschauung machen, der ist ja längst nicht mehr da, der ist ja fort. Nur das Geistige, das im Kopfe lebte, das können Sie zum Ausgangspunkte der Weltanschauung machen. Die Initiation besteht also darin, dass der Mensch durch Zurückgehen in sein früheres Erdenleben sich vergeistigt. Und eigentlich bedeutet alles Hellsehen im besten Sinne des Wortes ein Zurückgehen in frühere Erdenleben. Initiiertwerden bedeutet, nicht im gegenwärtigen Erdenleben stehenbleiben, sondern mit dem Menschen, der man war im vorigen Erdenleben, die Dinge der Welt anschauen. Und in der Regel ist es so, dass, wenn man zum nächstvorigen Erdenleben zurückkommt, man die Entdeckung macht: derjenige, der man da war, der ist eigentlich schon ein viel vollkommenerer Mensch geworden.» (5)

Dieser Bericht ist einerseits affirmativ, wenn man Erkenntnisse erlangt, andererseits appelliert er zur Ernst des Übens, sodass man immerfort untersuche, wie die Erfolge das gegenwärtige Lebensgefühl beeinflusst. Die Begriffe ‹Zurückwandlung›, ‹Einssein›, ‹Identischwerden›, ‹Zurückgehen› und das Prädikat ‹zurückkommen› bedeuten eine innere Aktion gleichsam einer Zeitreise, wo man «gegenwärtig in dem Verlaufe der früheren Erdenleben» erkenntnishalber weilt. Durch das kontinuierliche Anpacken einiger Karmaübungen von Rudolf Steiner bekam ich vor bald 12 Jahren meine ersten Karmarückblicke. Die eine dieser Übungen beschrieb Steiner im Karmavortrag vom 9. mai 1924. (6) Das imaginative Erfassen und die inspirativ-intuitive Zurückwandlung z. B. in ein Leben im Hochmittelalter zeigte einstige soziale, menschliche und geographische Fakten - u. a. in der Provinz Modena in Italien mit Details zu Stil, Harnischen, Waffen, Bewegungen und Abständen in der Gegend, - also ein ergreifender Detailreichtum, der nur so und nicht anders erkannt werden kann.

Die imaginativen Erkenntnisse konnte ich ins Gedächtnis einprägen, indem ich sie sowohl aufschrieb - teils während des Meditierens - als auch sie prüfte mit äußeren Fakten, das heißt, mit historischen Ereignissen und mit geographischen Orten, die ich aufsuchte, wo die Ereignisse vermutlich stattfänden. Zuweilen konnte ich mich wieder meditativ zurückwandeln in dieselbe karmischen Ereignisse. Das Karmaüben und die daraus entwickelte meditative Methode folgen sowohl den Tipps von Steiner als auch, dass ihre Ergebnisse vielen seiner Angaben bezeugen. Nichtsdestotrotz können sich darin Fehler eingeschlichen haben, die aufgeräumt werden könnten, falls sie zusammen mit anderen Forschern untersucht würden. Manch ein Kritiker bezweifelte jedoch solche Ergebnisse ganz oder versuchte, sie als irrtümliche Visionen abzutun. Wäre nicht viel für die Zukunft gewonnen, wenn wir anstatt jemand auf seine Fehler und Schwächen zu bagatellisieren, einander unterstützen und im Zu-Kurz-Kommen helfen, damit wir in der anthroposophischen Esoterik und im Sozialen miteinander gemeinsam vorrücken würden?




Für Leserkommentar gehe zu meinem Blog
1. Rudolf Steiner, Okkulte Untersuchungen über das Leben zwischen Tod und neuer Geburt, GA 140, Vortrag in Bergen am 11. Oktober 1913.
Leonardo da Vinci (1452-1519), Das Abendmahl (1495-97), 422 cm × 904 cm. Das in der Seccotechnik ausgeführte Werk schmückt die Nordwand des Refektoriums (Speisesaal) der Dominikanerkirche Santa Maria delle Grazie in Mailand und gilt als Höhepunkt in Leonardos malerischem Schaffen. Quelle: Wikipedia
Ist es befugt, der Begriff ‹Zeitreise› für eine geisteswissenschaftliche Erforschung früherer Zeiten zu benutzen? Kann man überhaupt geistesforscherisch und detailliert die früheren Zeiten und die ehemaligen sinnlich-physischen Verhältnisse ermitteln? Ich behandele in diesem zweiten Aufsatz zum Thema ‹Körperbewusstsein und Zeitreise› diese Fragen im Hinblick auf brisante Aussagen Rudolf Steiners und was meiner eigenen individuellen meditativen Arbeit anbetrifft.
Jostein Sæther | Zurückwandlung in frühere Zeiten
Die Mittelalterburg von Vignola in der Provinz Modena. Die kaisertreue grafschaft Modena war in 12. Jhr. ein Teil der sogenannten Mathildischen Güter.  Quelle: Wikipedia 
(cc) Paolo da Reggio.
Ritterdarstellung im Codex Manesse, 14. Jahrhundert. Quelle: Wikipedia
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Das goldene Siegel des deutschen Kaisers Friedrich I. Barbarossa (Etwa 1122-90) aus dem Archiv des Vatikans. Seit 1152 war er römisch-deutscher König (rex Romanorum) und seit 1155 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Quelle: Wikipedia
Bologna im Mittelalter, sichtbar ist der sogenannte  „Wald von
Türmen“. 1164 trat Bologna in den Lombardenbund gegen Friedrich I. Barbarossa ein, 1256 verkündete die Stadt die Legge del Paradiso (Paradiesgesetz), das Leibherrschaft und Sklaverei abschaffte und die verbleibenden Sklaven mit öffentlichem Geld freikaufte. 50.000 bis 70.000 Menschen lebten zu dieser Zeit in Bologna und machten die Stadt zur sechst- oder siebtgrößten Europas nach Konstantinopel, Córdoba, Paris, Venedig, Florenz und möglicherweise Mailand. Das Stadtzentrum war ein Wald von Türmen: Schätzungsweise 180 Geschlechtertürme der führenden Familien, Kirchtürme und Türme öffentlicher Gebäude bestimmten das Stadtbild. Quelle: Wikipedia
2. Ebenda.
3. Vergleich derselbe, Die Theosophie des Rosenkreuzers, Vortrag in München am 2. Juni 1907, GA 99.
4. Ders., Aus der Akasha-Forschung. Das Fünfte Evangelium, Vortrag in Kristiania (Oslo) am 3. Oktober 1913, GA 148.
5. Ders., Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, Band V, Vortrag in Breslau am 15. Juni 1924, GA 239.
6. Ders., Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, Band II, Vortrag in Dornach am 9. Mai 1924, GA 239.