Vogel, warum gebärdest du dich so?
Das Layout meiner Blogseite hat etwas von Nachtstimmung. Das Dunkel ist nicht ganz schwarz, sondern etwas aufgehellt, als würden die leicht farbigen Kreiseln (Sternen oder Planeten?) die Räumlichkeit erhellen. Sternennächte sind etwas Einzigartiges. Auch wenn der leuchtenden Mond dazu kommt. In den vorangegangenen Wochen war die schwach aufgehellte Mondfläche „liegend“ in der eigenen Sichel wunderbar am Westhimmel zu sehen. Das ist ein Bild des Grals, sagte Rudolf Steiner. Ein Bild des Ich eines Menschen, der das Du in sich aufnimmt. Urbild des Sozialen.
In meiner Beratungspraxis und Karmaarbeit arbeite ich auch mit dem Thema Krafttiere. In meinem neuen Buch Einstimmen aufs Karma (Verlag Ch. Möllmann), das auf meine Webseite (http://www.gamamila.de/) beschrieben ist, kannst du mehr über dieses wichtige Thema erfahren. Meine Blogseite schimmert etwa wie die Facettenvielfalt des Gefieders eines Stars (Sturnus vulgaris). Dieser beim ersten Anblick schlicht schwarz erscheinenden Singvogel, zeigt beim näheren Anschauen den ganzen Regenbogen. Wie in kleinen zierlichen Schliffen schillern auf seinen Federn Farbtöne von Purpurrot über Stahlblau und Grün bis hin zu Goldgelb. Der Star ist bekannt für sein Parodieren. Er kann andere Vogel- und Tierstimmen oder technische Geräusche sehr gut imitieren. Sein anhaltender, schwätzender Gesang besteht aus einer Vielzahl von ansteigenden oder abfallenden Pfeiftönen, Schnalz-, Zisch- und Rätschlauten.
Wenn wir dem Krafttier Star begegnen, zeigt dieses Timing, dass wir das eigene innere Farbenspektrum unseres Charakters mehr zum Vorschein bringen sollten. Der Star singt und sagt, dass ich meine wahrsten Gefühle und Gedanken anderen zeigen sollen. Also muss ich zart und vorsichtig anfangen, mein „Lied“ zu singen, damit „meine“ Zuhörer sich nähern können. Mitgefühl z. B. hat mit Rosa zu tun, aber auch mit Grün, der klassischen Farbe der Hoffnung. Ein goldener Aspekt des Fühlens nimmt sich an, Angst gegenüber mich selbst und anderen Menschen oder gegenüber Welterscheinungen zunächst in Vertrauen umzuwandeln, dann weiter ins Weisheit und Frieden zu steigern, wenn ich meinen spirituellen Pfad aufsuche.
Auf diesem Pfad begrüße ich die sich in meiner Seele - in meiner immerwährenden „Nachtwelt“, die ich überall mittrage - neu entfaltende emotionale Qualität als neues Mosaiksteinchen - Sternenglitzern - meines ganzheitlichen Selbst. Der Pfad führt hin zu einem geheimnisvollen Ort, wo die Erde „offen“ und „himmlisch“ ist. Da zeigt sie ihr glühendes Herz. Dieser Rätselort, wo Menschen die Wege zueinander finden von Seele zu Seele, ist kein Vulkan, auch wenn er vorübergehend in der Vulkaneifel aufzuspüren sein könnte.


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