Gamamila

2008/06/03

Tibet und Tash Despa

Ein Artikel mit dem Titel Minderheit im eigenen Land von Sabrina Hoffmann über die aktuelle Lage in Tibet und über einen Film vom Exiltibeter Tash Despa und dem englischen Filmemacher Jezza Neumann ist sehr gut und informativ, und er beschreibt, was im Film gezeigt wird. Ich habe den Film von Tash Despa nämlich gestern im Fernsehen gesehen. Der Film ist eindeutig, beeindruckend und sogleich erschütternd. Auch wenn ich von den chinesischen Unterdrückungen in Tibet wusste, z. B. durch andere Dokumentarfilme und viele Pressemitteilungen und einige Berichte im Wochenschrift Das Goetheanum, gaben der Film und die Kommentare von Despa mir neuen konkreten Bildern und Hinweisen zu den grausamen Wahrheiten. Der Artikel von Hoffmann ist übrigens auf verschiedenen Seiten im Web zu finden: z. B. hier oder dort.

Jeder Sportler, Trainer und andere Teammitglieder aus allen Ländern, die zu den olympischen Spielen in China fahren, sollten diesen Film vorher gesehen haben. Höchstwahrscheinlich würden sie trotzdem reisen, aber sie würden dann die Freiheit stärker besitzen und deswegen die Möglichkeit bei jeder erdenklichen Gelegenheit ergreifen können, unwissenden Chinesen auf die politischen Gräueltaten ihres Regimes aufmerksam zu machen. Ohne die notwendige Zivilcourage werden diese Spiele ihre Zukunftsaufgabe verlieren. Somit wird dieser Sommer zu einem neuen Prüfstein werden, über die Frage, wohin die Menschheit will.

Das 20. Jahrhundert mit Nazis, Holocaust, Faschismus, Kommunismus usw. mit ihren Millionen und Abermillionen Opfern ist in Europa gerade beendet. Auf manchen Orten in Asien und besonders in China scheint die Zeit in dieser Hinsicht still zu stehen, und mit politischen Scheuklappen machen die westlichen Regierungen und viele Konzerne wirtschaftliche und andere Übereinkunfte mit China. Das finde ich kulturell, politisch und wirtschaftlich empörend und unmoralisch. Wo bleibt hier die brüderliche Globalitätsgesinnung?


Die International Campaign for Tibet Deutschland e.V. (ICT) gibt dem stillen Widerstand des tibetischen Volkes mit über 100.000 Förderern und seit 20 Jahren eine Stimme, die weltweit gehört wird.

Das Bild, das früher hier war, musste auf Wunsch des Künstlers entfernt werden.

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