Die Seifenblase
„Wenn Chagall malt, weiß man nicht, ob er dabei schläft oder wach ist. Irgendwo in seinem Kopf muss er einen Engel haben.“Pablo Picasso
Zum Zitat von Georg Kühlewind, das Michael Eggert auf Egoisten wiedergegeben hat, passt vielleicht ein von Rudolf Steiner dazu:
„Als besonders vollkommenes Gebilde wird uns unser Ätherleib bei unserer Geburt übergeben. Bei unserer Geburt ist unser Ätherleib so, daß er innerlich erglitzert und erglänzt von lauter Imaginationen, die aus dem großen Weltenall zu ihm kommen. Er ist eine herrliche Abspiegelung des Weltenalls. Und dasjenige, was sich der Mensch erwerben kann während seines Lebens an Erziehung, an Wissen, an Willens- und Gemütskräften, indem er alt wird zwischen Geburt und Tod, das wird aus diesem Ätherleib herausgeholt.“ (Aus: Rudolf Steiner, Das Geheimnis des Todes, GA 159, Rudolf Steiner Verlag, Dornach 1980, Seite 286.)
Diese Angabe Steiners zum spirituellen Hintergrund unseres Wissensaneignung hat der Maler Marc Chagall bestätigt, indem er in seiner Autobiographie Mein Leben von seinem Erlebnis schreibt, dass alle seine Bilder schon bei seinem Geburt in einer riesigen Seifenblase quasi „fertig“ mitgeliefert wurde. Also, ab zur Suche nach der eigenen Seifenblase, um das nach dem individuelllen höheren Selbst geschnittene Wissen einzufangen!
Weil keine Bilder von Marc Chagall zugänglich sind, suchte ich den Seifenbläser von Jean Siméon Chardin (1699-1779) aus. Quelle: Wikipedia
Labels: Hinweis, Kunst, Spirituelles


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