Aphorismen
Goetheanums Ganymedes und andere Gags mit geistigen und garmischen Geschicklichkeiten
Jedes Alter hat Organe - reife genug, um Geistiges durchsickern zu lassen. Der gängige Umgangston, um Faulenzer ins Bockshorn zu jagen, ist jedoch jämmerlich. Der Dreijährige sagt, dass er einen Engel sehe. Er nennt ihn: „Oma.“ Sie hat er in lebendigen Leben nie gesehen, weil sie lange vor seiner Geburt starb. Wie weiß ich, ob mein Sohn wirklich einen Engel gesehen hat? Hat er vielleicht seine Oma mit Flügel geschaut, so wie sie ihm 17 Jahre nach ihrem Tod erschien? Kindliche Ehrlichkeit kontra Esoterikfaulheit.
2.
Gedenken gesteigert Gefühle. Eine geistige Erfahrung ist ein Gag, ein seelischer Überraschungseffekt - ja, etwas Sublimes, aber sogleich Frischfarbiges, das die Existenz des Wesenhaften keltert. Es ist in meiner Gegenwart als Katalysator, in meinem Meditationsdenken als Startmotor des Urteilsvermögens vorhanden. Es transportiert Erkenntnis, wenn ich bewirke, nichts zu wollen. Perpetuum mobile des Ich...[weiter]
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Bild. Peter Paul Rubens (1577-1640) Ganymed (1611/1612). Quelle: Wikipedia
Labels: Aphorismen, Literatur


2 Kommentare:
Lieber Jostein, "Karmapoly" wäre doch ein schönes Spiel für die ganze Familie. Wenn man auf Rot kommt, muss man einmal aussetzen. Auf der Schlossstrasse wird man mit mit Pech überschüttet. Wer viel anhäuft, hat am schnellsten verloren.
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Don Michele
Von
mick321, Am/um
18. Oktober 2008 22:01
Lieber D. M.,
Karmakuly ist tatsächlich ein geographischer Ort beim russischen Polarmeer. Mit "Karmapoly" hast du recht! Ich kannte einmal einen schwedischen Künstler und Anthroposoph, der mehrere Spiele entwickelte und ins Produktion setzen konnte. Ich kann momentan seinen Namen nicht erinnern. Das "Karmapoly" müsste dann für den Computer geschnitten werden.
Von
Jostein, Am/um
20. Oktober 2008 16:04
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