Gamamila

2008/10/08

Wilfried Heidt zur Reinkarnation

Nach dem Aufsatz „Sind Waldorfschulen ein Verstoß gegen das Grundgesetz?“ von Alexander Kissler (SZ, 5. Sept. 2008) beteiligte sich Wilfried Heidt – bekannter anthroposophisch orientierter Aktivist und Sozialwissenschaftler und tätig am Achberger Institut für Zeitgeschichte und 1971 Gründungsinitiator der Freien Waldorfschule im Internationalen Kulturzentrum Achberg – in der interessanten öffentlichen Diskussion in der Süddeutschen Zeitung

Heidt schrieb u. a.: „Rudolf Steiner ‚glaubte’ nicht ‚an die Reinkarnation’, sondern er hat zwischen 1886 und 1904 einen Durchbruch in der Erkenntniswissenschaft erreicht (und diesen in mehreren Schriften publiziert), durch den es für jeden Menschen mittels einer entsprechenden Schulung, deren Arbeitsweise er auch dargestellt hat, möglich wird, die Reinkarnation als Wirklichkeit, wie im Prinzip alle Wirklichkeit zu erkennen.“

Nach diesem allgemeinen Hinweis zu Steiners Position zur Reinkarnationsidee wurde er von einem anderen Kommentator – giini - zu seiner eigenen Position diesbezüglich gefragt. Heidt antwortete dort für viele Beteiligten unpassend langatmig, aber seine Ideenbeschenkung ist nun auf seiner Website new trinity & unity vielleicht passender nachzulesen. Wilfried Heidt vertritt verständlicherweise die Meinung, dass es problematisch ist, über konkrete Reinkarnationserkenntnisse öffentlich zu kommunizieren:

„Nach meinen Erfahrungen ist das wegen des ganz aufs Sensationelle ausgerichteten Charakters der heutigen Bewusstseinsverhältnisse - insbesondere in den elektronischen Massenmedien - und der bisher nur verschwindend wenigen bewusstseinspraktisch im hier besprochenen Sinn arbeitenden und nur dadurch fürs Erkennen des Übersinnlichen entsprechend vorbereiteten Menschen vorläufig verantwortlicherweise ausgeschlossen. Man könnte nur missverstanden werden. Um so wichtiger ist es, Anstöße zu geben, damit auch diese Arbeit von immer mehr Menschen in Angriff genommen wird. Diskurse wie die hier geführten können eine Anregung dafür sein.“

Ein ausführliches, sehr geschichtlich aufschlussreiches - was der Entwicklung neuer soziale Ideen und Projekte seit den 1960er Jahren betrifft - und vielleicht ein historisches Interview unter der Fragestellung Wo war die anthroposophische Bewegung 1968? mit dem 67-jährigen 68-er Wilfried Heidt ist in der Zeitschrift Lazarus21 zu lesen.

Bild: Wilfried Heidt [Hg.], Abschied vom Wachstumswahn. Ökologischer Humanismus als Alternative zur Plünderung des Planeten. Achberger Verlag 1980, Internetversion 2005 - Wilfried Heidt.

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1 Kommentare:

  • Lieber Jostein Saether,
    ich bin erst jetzt auf Deine webseite gestoßen. Hab Dank für Deinen Hinweis auf den kurzen Text zur Reinkarnation und die eingefügten Links. Ich erlaube mir, noch ein paar weitere hinzuzufügen, auf denen man mehr über die zeitgeschichtlich aktuellen Dinge findet.
    Ich werde mich bei Dir melden, wenn ich etwas mehr über Deine Arbeit studiert habe, soweit sie im Netz zugänglich ist. Dir das Best und herzliche Grüße
    Wilfried Heidt


    www.impuls21.net &
    www.ig-eurovision.net &
    www.wirsinddeutschland.org &
    www.volksgesetzgebung-jetzt.de &
    http://tinyurl.com/a9p69n

    Von Anonymous wilfried heidt, Am/um 10. März 2009 12:05  

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