Gamamila

2008/08/29

Ich-Kunst und Karmaforschung

Ein aktueller Aufsatz aus dem Jahr 1994 

Zwischen 1979-94 schrieb ich eine Reihe von Aufsätzen und anderen Beiträgen in der inzwischen eingegangenen schwedischen Zeitschrift Antropos. Redaktorin seit 1975 bis ihrem Tod 2001 im Alter von etwa 90 Jahren war die Anthroposophin, Gefängnisdozentin und Publizistin Ingrid Sahlberg gewesen. Die damalige Monatszeitschrift war gegründet worden in den 50er Jahren als Organ der schwedischen anthroposophischen Landesgesellschaft. Von 1980 bis 1988 war ich Mitglied der Redaktion und pflegte auch einige Jahre die Aufgabe des Layouts und des Versands. Dabei wirkte der Künstler und Autor und spätere Masseur Didrik Wachenfeldt entscheidend mit. Der folgende Aufsatz erschien etwa ein Jahr vor meiner gedanklich-intuitiven Entdeckung meiner früheren Inkarnation im 12. Jahrhundert und zwei Jahre vor meinem im Wandeln unter unsichtbaren Menschen beschriebenen geistigen Durchbruch. Bei einem Besuch in Järna jüngst habe ich unter den dort aufbewahrten Skizzen, Notizen, Büchern und Zeitschriften vieles ausgemistet. Unter dem behaltenen Material befindet sich dieser wieder entdeckte Aufsatz, der mir mein damaliges spirituelles Engagement am Ende des 20. Jahrhunderts erneut vor dem inneren Auge stellte. Viele der einstigen Gedanken scheinen mir in diesen 14 Jahren nicht weniger aktuell geworden zu sein, weshalb ich eine deutsche Übertragung gemacht habe. Der jetzige Schritt dazu scheint gegen der damaligen Intention zu stoßen. Nichtsdestotrotz müsste einen neuen dritten Aufsatz zu diesen weiterhin hochaktuellen Fragen sich an den inzwischen stattgefundenen historischen und geistigen Veränderungen und an eventuellen Leserzuschriften orientieren.  

„Es ist eine Frage an mich gekommen, ob ich erneut einen Aufsatz publizieren möchte, der vor zehn Jahren geschrieben ist. Er behandelte Schritte in einem Lebensprozess, um sich mit dem zu verbinden, was wir Anthroposophie nennen, und was es existenziell bedeutet, die anthroposophische Sache zu repräsentieren. Dieser Aufsatz nochmals zu publizieren würde gegen seinem Absicht wirken, auch wenn das Inhalt weiterhin volle Aktualität hat. Der folgende Text ist ein Versuch, dieselben Fragen aus einer aktuellen Situation zu stellen. Der Ausgangspunkt ist eine Beschreibung eines individuellen, allgemeinen Erlebnisses des Ich verbunden mit dem Interessefeld für die Umwelt, und wie diese Beschreibung einen Anfang sein kann für Karmaforschung in Verhältnis zur Gegenwart und zur Geschichte. Meine These ist, dass eine solche Forschung künftig die einzige sichere Stütze sein wird für eine sinngemäße Urteilsbildung an der anthroposophischen Entwicklung. Die Darstellung ist wegen dem Charakter des Themas teils fragmentarisch, teils bildhaft und deswegen fehlt eine thematische Kontinuität…“ [weiter]

Abgelegt in Chronik

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2008/08/27

Michel Eggert stimmt sich aufs Karma ein

Mit dem Titel Imaginative Hochpotenz bespricht Michael Eggert mein 2. Buch. Seine Rezension ist sachlich, würdigend und liebevoll. Wenn weitere Leser das Buch gerade so lesen würden, könnten interessante Anstöße speziell betreffend der Weiterentwicklung der Anthroposophie und allgemein in der spirituellen Szene entstehen. Eggert rät, das Buch als „Exoten“ nicht abzutun, das „wäre angesichts seiner Qualitäten eine Unterlassung“. Er schreibt einleitend:

„Es ist ein Rätsel, warum Jostein Saethers neuestes Buch „Einstimmen aufs Karma- Ein Wegbegleiter durch dynamische Meditation zu karmischem Hellsehen“ nicht in einem der grossen anthroposophischen Verlage erschienen ist und unter intensiver öffentlicher Teilnahme diskutiert wird. Vielleicht trägt der Titel dazu bei, der möglicherweise ein sehr spezielles esoterisches Nischenwerk erwarten lässt. Dabei handelt es sich in erster Linie um eine unglaubliche Breite meditativer Anregungungen, die ganz locker und freilassend dargelegt werden. Da ist etwas dabei für Einsteiger und für Fortgeschrittene. Und offensichtlich ist es aus einer intensiven inneren Forschungsarbeit heraus geschrieben, leichthändig, gut lesbar, inspirierend. Es ist schlichtweg unmöglich, dieses Buch auch nur in Ansätzen zu referieren, da diese dichte, knappe Darstellung von Zugängen kaum zu beschreiben ist. Ob da eine vertiefende Betrachtung von mittelalterlichen Madonnenbildnissen, Zugang zum Engel, Leben mit Verstorbenen oder verschiedene Rollen und Standorte bei der imaginativ- meditativen Arbeit beschrieben werden- Saether regt an, ohne in irgend einer Weise zu determinieren. Andere Autoren würden aus Bruchteilen dieses Füllhorns ein oder mehrere Bücher machen. Saether aber schüttet das Füllhorn freigiebig aus. Vielleicht liegt gerade in dieser Freigebigkeit eine der Schwierigkeiten des Buchs: Man kann das nicht einfach lesen. Man muss das abschmecken, wirken lassen, schauen, ob die eine oder andere Spur, die da gelegt wird, etwas für einen selbst ist…“

Weiter zur ganzen Rezension von Michael Eggert. Seine Rezension ist übrigens auch auf der von Michael Mentzel betriebene Website Themen der Zeit mit dem Titel Meditative Anregungen erschienen.

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2008/08/15

Sich demaskieren

Es gibt äußere und innere Schwellenübertritte, die wir meist nicht bemerken. Mit jedem Einschlafen und Aufwachen vollzieht sich ein Übergang zwischen Bewusstseinszuständen. Jeder, der gesund ist, macht diese Wechsel, ohne zu „stolpern“. Nun kann bei psychischer Krankheit ein permanentes „Stolpern“ entstehen oder man kann als Geistesschüler temporär in seelische Zustände geraten, die einen derart packen, dass man Beistand braucht, um wieder in Balance zu kommen. Es ist menschlich, Fehltritte zu machen, aber auch anderen dann die Hand zu reichen. Es braucht uns daher nicht zu entmutigen, dass der innere Pfad viele Stadien kennt, die dem Nichtbetroffenen große Ängste bereiten... [weiter]

Abgelegt in: Goetheanum-Aufsatz

Mit dem Hinweis zu diesem früher publizierten Aufsatz, verabschiede ich mich hier für 10 Tage, weil ich eine Reise nach Skandinavien mache, und in diesem Zeitraum kaum die Möglichkeit bekomme, etwas in dieser Hinsicht zu pflegen. Die allgemeine Schwellensituation nehme ich aber mit, da die geistige Welt genauso real dort ist wie hier. 

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2008/08/11

Sigbjørn Obstfelder:


ICH SEHE

Ich sehe den weißen Himmel an,
ich sehe die graublauen Wolken an,
ich sehe die blutige Sonne an. 
Dies ist also die Welt.
Dies ist also die Heimat der Weltkörper  

Ein Regentropfen!

Ich sehe die hohen Häuser an,
ich sehe die tausenden Fenster an,
ich sehe die fernen Kirchentürme an.

Dies ist also die Erde.
Dies ist also die Heimat der Menschen.

Die graublauen Wolken sammeln sich. Die Sonne verschwand.

Ich sehe die gewandten Männer an,
ich sehe die lächelnden Frauen an,
ich sehe die sich niederbeugenden Pferde an.

Wie schwer die graublauen Wolken werden.

Ich sehe, ich sehe...
Ich bin wohl auf einer falschen Erde gekommen!

Hier ist so seltsam…

Es gibt viele Poeten, deren Gedichte und Texte ich liebe. Einen von ihnen heißt Sigbjørn Obstfelder (1866-1900). Er wird als einer der ersten norwegischen modernistischen Dichter gerechnet. In deutscher Übersetzung habe ich nichts von ihm gefunden. Deswegen dieser Übersetzungsversuch von mir, da seine Worte noch für viele Menschen stimmig sind oder noch zu bestimmten Zeiten adäquat sein könnten - wie, wenn ein Krieg wieder loslärmt. Ein Text der norwegischen Wikipedia zu ihm ist hier zu finden und dort dasselbe in Englisch. Auf Deutsch fand ich leider nichts.

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2008/08/10

„Was nützt der Menschheit ein Sieg in Olympia?“

’Griechenland kennt viele Übel, am schlimmsten aber ist das Volk der Athleten!’ Diesen zornigen Ausspruch hat der Dramatiker Euripides im späten 5. Jh. v. Chr. in seinem Theaterstück Autolykos einem Schauspieler in den Mund gelegt. Euripides verhöhnt die Athleten als Diener ihrer Kauwerkzeuge und Sklaven ihrer Mägen. Er spielt damit auf die muskelbildende Kraftnahrung der Sportler an. Doch der Dichter hat nicht allein die Athleten im Visier. Hart geht er mit den Volksmassen ins Gericht, die auf diese Scharlatane hereinfallen: Die Bürger in den griechischen Städten sollten lieber da für sorgen, daß sie von weisen Staatsmännern regiert würden, als regelmäßig in Scharen nach Olympia zu pilgern, nur um dort einige Männer zu bejubeln, deren Lebenselexier die Freßsucht sei. Ein besonders kräftiger Hieb trifft die Politiker, die all dies aus purem Populismus zuließen und deshalb die Verantwortung dafür trügen, daß die Pflege der wahren Tugenden verloren gehe. Und so gipfelt die im 5. Jh. v. Chr. formulierte Schelte in der Forderung, die Olympischen Wettkämpfe abzuschaffen!

Auch der im 4. Jh. v. Chr. wirkende Philosoph Diogenes sann über das Treiben in den Sportstätten Olympias nach. Als Vertreter der kynischen Philosophie machte er einen äußerst bissigen Vorschlag zur Neugestaltung Olympias. Er ging von einem Wortspiel aus: Der Sportler werde mit dem Substantiv athlätäs bezeichnet - unüberhörbar ergebe sich daraus ein Zusammenhang mit dem Adjektiv athlios, was soviel wie ‚elend, kümmerlich, auf den Hund gekommen‘ bedeute. Die Logik der Sprache gebiete es - so die provozierende Schlußfolgerung des Diogenes -‚ in Olympia Tiere zum Wettkampf antreten zu lassen.“

Aus: Ulrich Sinn, Olympia. Kult, Sport und Fest in der Antike. Verlag C. H. Beck, München 1996.

Illustration: Der Wagenlenker in Delphi. Kommentar: Entsprechend meinen meditativen Forschungen stand ein Athlet namens Agamon Modell für diese weltberühmte Bronzeskulptur. Die Leser meiner Bücher werden wissen, wie sie seine Identität in der Gegenwart näher einordnen.

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2008/08/08

Das Urphänomen der Biographie

Vorgestern kam ich nach drei Tagen von Codroipo in Italien zurück. Ich bin da gewesen, um Vorbereitungen für die erste Etappe der Farbgestaltung von Casa per Michele (Michaels Haus) zu machen. Zu diesem Projekt werde ich noch zurückkommen. Heute wollte ich etwas anderes andeuten und zwar etwas zu einem Urbild des Lebens.

Als ich am Montag wegen hier nicht zu beschreibenden Umständen am Flughafen in Treviso nicht abgeholt werden konnte, und deswegen mit Bus und Zug den Weg nach Codroipo selber ausfindig machen musste, hatte ich die Gelegenheit - wie immer zwischen solchen Umsteigephasen - andere Reisende zu beachten. Auf dem Bahnsteig in Treviso Centrale kam ich ins Gespräch mit einem Italiener, der gerade von Liège (Lüttich) gekommen war, wo er eine Arbeit hat.

Da er ein Stück in dieselbe Richtung wie ich fahren sollte, aber sein Zug verspätet war, stieg er in meinem Zug ein. Somit setzten wir uns zusammen. Ein richtiges Gespräch konnten wir jedoch nicht haben, da ich kein Italienisch und Französisch spreche und er kein Deutsch spricht und sein Englisch sehr begrenzt ist. Bei seinem Ausstieg verabschiedeten wir uns sehr herzlich voneinander, aber ohne Adressen auszutauschen, da wir beide dachten, dass dies nur eine zufällige Begegnung war. Es sollte aber anders werden!

Am Tag der Rückreise bekam ich wieder keine Hilfe von den netten aber überarbeiteten Freunden in Codroipo, um schnell zum Flughafen zu kommen. So musste ich diesmal eine sehr dramatische Reise mit Zug und Taxi machen, um mein Flug rechtzeitig zu bekommen. Nur mit der Hilfe meines Engels und anderen unsichtbaren Helfern konnte ich einem Taxi vor der schwitzenden Nase anderer Reisenden bekommen, ohne deswegen frech aufzutreten. Mit 34 Plusgrad war es gerade kein Olymp unterwegs zu sein. Mein Ryan war 15 Minuten verspätet und das war genug, um kurz in der Schlange einpaar SMS zu verabschieden. Und sieh da! In der Schlange der nächsten Gate stand mein Freund aus Lüttich! Und nun bekam er meine Emailadresse. Was daraus werden könnte, steht vielleicht in den Sternen geschrieben. 

Das Nachdenken an diese "zufällige" Wiederbegegnung führt mich zu den folgenden Ausführungen von meinem verstorbenen Freund
Willy Buzzi, der schon in seinem Buch "Eros und die sieben Lebenszuständen in der Biographie des Menschen" (nur in Schwedisch, erschienen im Selbstverlag des Autors 1974) in seiner aphoristischen Art das Urphänomen der Biographie beschrieb:

„Sich Begegnen und Verabschieden sind der Grundrhythmus des Lebens auf dem sozialen Plan. Menschen begegnen und verabschieden sich, verabschieden und begegnen sich in einen unaufhörlichen Rhythmus. Man begegnet sich, um sich wieder zu verabschieden, und verabschiedet sich, um sich wieder zu begegnen usw. Man kann hier zwei Extremen hervorheben im Prozess des sich Begegnens und Verabschiedens. Das sich Begegnen und Verabschieden rein formell – als Fremde für einander – erlebt man jeden Tag z. B. auf der Straße. Das ist das eine Extrem. 

Das andere Extrem liegt in der inhaltsreichen Begegnung zwischen Menschen, die eine 'Lebensbegegnung' erleben, z. B. ein Mann und eine Frau, die zusammenkommen und heiraten. Die 'Lebensbegegnung' beinhaltet natürlich eine gewisse Summe von 'kleineren' Begegnungen mit Ausgangspunkt in der 'ersten' Begegnung usw.

Zwischen diesen zwei Extremen existieren verschiedene Rhythmusebenen. Zuhause begegnet und verabschiedet man sich indem man beispielsweise für einen Augenblick in einem anderen Zimmer geht. Das Gleiche geschieht ja auch auf der Arbeit, man begegnet und verabschiedet sich in einem ständigen Rhythmus, in Zimmern, in Treppen, in Fluren usw. Einigen Menschen begegnet man einmal am Tag z. B. während des Lunchs, um nach einer Weile wieder sich zu verabschieden. Dann gibt es mehr dauerhafte Aspekte dieses Rhythmus des Begegnens-Verabschiedens: man hat nahe Freunde, denen man trifft, dass heißt, man begegnet sie ab und zu, und verabschiedet sich von ihnen ab und zu.

Der Rhythmus des Begegnens-Verabschiedens ist derjenige Rhythmus, der das Menschenleben durchzieht. Er ist das Urphänomen der Biographie.“

Die Übersetzung machte ich selbst. 

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2008/08/07

Die Sicherheitsnadel

Ein Beispiel zum Thema Nebenübungen und Karmaschau

Michael Eggert macht auf seiner Website Egoisten mit dem Beispiel „Stuhl“ ein durchsichtiges Expose über Gedankenkontrolle, meditative Anfangs- und Konzentrationsübungen. Da im Kommentarbereich dazu leicht die Kontrolle über den Gedanken und Gefühlen versackt, wegen etwa zu starker Ichbezogenheit, möchte ich hier in aller Ruhe das Thema mit einem anderen Beispiel erweitern und zeigen, wie diese Gedankenübung auch mit der Karmafrage erweitert werden kann. 

Immer wieder wurden von Pionieren der esoterischen Schulung die Wichtigkeit der Stärkung des Denkens, Fühlens und Wollens und die Pflege der gesamten Charakterbildung bei einer Geistesschulung betont. Dafür arbeitete Rudolf Steiner die so genannten Nebenübungen in seinen Vorträgen und Büchern aus. Diese Verhaltensmaßregeln zur Selbsterkenntnis und Selbsterstarkung sollen hier keineswegs in Frage gestellt werden. Jeder muss selber darauf achten, wie ausgebildet oder unentwickelt er in dieser Hinsicht noch ist, so dass möglicherweise eine erforderliche Ergänzung oder Ausweitung solcher Übungen vorgenommen werden sollte ein Anliegen, das hier nur unvollständig berührt werden kann… [weiter]
Forschung
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2008/08/01

Lilienweißer

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Lilienweißer
als der Marmorsand 
ist frischer Schnee 
und weißlicher
ist deines Herzens Hand
die sich verbrannt 
an meinem Zorn

Glühendheißer 
als des Unmuts Dorn
die Zuneigung 
Jenseits Temperatur
die Freiheit spielt aufs Horn
sich wagt des Doppelgängers 
Partitur

Geheimnisvoller
als der Lebensgang 
die Versfußfee 
Ihr Metamorphose 
am rätselhaften See
erschaut der Poet 
am Mutes Abgrundhang

Beschmückend toller
ist der Lobgesang 
der Seele Nachtigall
erfreuend unserer Prognose 
Schneeflocken überall 
an den nackten Füßen 
der Göttin Gondwiramur

Nach der Räumung tauchten wieder verschiedene Skizzen, Entwürfe, Gedichte und Texte aus zugeschlossenen Kisten seit dem letzten Umzug oder aus früheren Umzügen. Die Skizze dieses Gedichts, die ich nun wieder entdeckte, ist am 14. Januar 2005 datiert - also unmittelbar nach unserem Versetzung von Blieskastel nach Herbitzheim, als ich eigentlich wieder nach Norwegen gehen wollte. Warum ich hier im freiwilligen Exil geblieben bin, ist eine interessante Geschichte, die bestens mündlich erzählt werden sollte. Vielleicht ergibt sich bald eine Stand-up-Comedian-Chance! Während der augenblicklichen heißen Sommertage fühlt es sich jedoch innerlich erquickend, dieses Gedicht neu zu reimen, und es mit einer Illustration freizugeben.

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