Eine andersartige Weihnachtsgeschichte
Weihnachten zu feiern, bedeutet ebenfalls, sich mit der eigenen Kindheit und Kindheitskräften in Verbindung zu bringen. Im Bild der Reinkarnation heißt das auch, auf viele zurückgelegene Kindheiten, die ich in früheren Zeiten durchlebt habe, zurückschauen zu dürfen. Mein Kindsein steckt solchermaßen in meinem Wesen drinnen als eine vielschichtige Begebenheit, als eine Quelle, aus der viele Ströme fließen. Der Weihnachtsbaum mit den vielen Ästen, die sowohl zur Erde sich neigen als auch sich zur Himmel emporheben, die alle geschmückt sein dürfen, kann auch ein Gleichnis sein von diesem kindlichen Geheimnis.Im Geheimnis der Geburt, wo das neugeborene Kind zum ersten Mal auftaucht, steckt auch ein Abglanz des Sterbens drin. Nicht nur vom Himmel, von den vorgeburtlichen, übersinnlichen Sphären muss die Menschenseele sich losreißen, sich quasi vom Himmlischen erlöschen lassen, um im Fleisch geboren zu werden, sondern sie muss auch dasjenige, was mit in den letzten Tot ging, mit sich tragen, um es in verwandelter Weise zur Erscheinung zu bringen. Manchmal können wir in neugeborene Babys den Weisen, oder sogar den Uralten schauen etwa im Blick oder im ganzen Gesichtsausdruck.
Wenn es uns in der Karmaforschung gelingt, mehrere Leben nacheinander zu erforschen, das Sterben in einem Leben zu begleiten und im Wiederauftauchen in einem neuen Leben dieselbe Individualität zu erleben, können wir echt neue Aspekte des Weihnachtsmysteriums bekommen. In der folgenden Geschichte leuchten solche Elemente durch. Da blicken wir hinein in die oft sehr tragische gemeinsame Geschichte von Europa, Afrika und Amerika, das aber in diesem Fall durch die Mitwirkung der Schicksalsmächte zu etwas Fruchtbares für unsere Gegenwart verwandelt wurde.
Die aufgezwungene Verlassenheit
Jemand, der in einer Initiative tätig war, die den Impuls verfolgte, eine Einrichtung für Menschen in der letzten Phase des Lebens aufzubauen, entdeckte eine Inkarnation, in der er das ganze Leben auf einer Insel in totaler Isolation von anderen Menschen leben musste. Als Junge spielte er damals oft allein am Ufer einer Bucht auf einer von tropischem Wald bedeckten Insel…[weiter]
Aufgelegt in Forschung
Paula Modersohn-Becker, Kinderakt mit Goldfischglas (1906/1907). Quelle: Wikipedia
Labels: Karma







