Urteile vorsichtig!
„Misstraue deinem Urteil, sobald dudarin den Schatten eines persönlichen
Diese Aphorismus der österreichischen Dramatikerin und Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach (1830- 1916) könnte als mein Motto für 2009 gelten. In Wikipedia findet sich ganz schöne Berichte über diese für mich vorher unbekannte Autorin, die mit ihren psychologischen Erzählungen als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Erzählerinnen des 19. Jahrhunderts gilt. Viele ihrer Werke sind auch bei Zeno und im Projekt Gutenberg zu finden – zum Beispiel das folgende kleine Gedicht:
Ein kleines Lied
Ein kleines Lied, wie geht’s nur an,
daß man so lieb es haben kann,
was liegt darin? erzähle!
Es liegt darin ein wenig Klang,
ein wenig Wohllaut und Gesang
und eine ganze Seele.
Bild: Freifrau Marie von Ebner-Eschenbach, Ölgemälde auf Leinwand von Karl Blaas (1873). Quelle: Wikipedia
Labels: Aphorismen, Poesie


3 Kommentare:
lieber Jostein,
danke daß Du Marie von Ebner-Eschenbach "ausgegraben" hast!
Bei uns wurde sie in der Schule "totgelobt", ob sie in den Schulen heute überhaupt noch gelesen wird, weiß ich gar nicht.Am bekanntesten ist ihre Hundegeschichte "Krambambuli"; eine Geschichte von Böll (Die Waage der Baleks) habe ich in meiner Erinnerung auch fälschlich ihr zugeordnet... und sie wird auch manchmal mit ihrer Zeitgenossin Berta von Suttner, der Friedensaktivistin, verwechselt...
Von
Foersterliesel, Am/um
8. Januar 2009 09:10
Das Schiff
Das eilende Schiff, es kommt durch die Wogen
wie Sturmwind geflogen;
voll Jubel ertönt`s vom Mast und vom Kiele:
"Wir nahen uns dem Ziele!"
Der Fährmann am Steuer spricht traurig und leise:
"Wir segeln im Kreise."
Marie v. Ebner-Eschenbach
mit Grüßen von Barbara 1
Von
Anonym, Am/um
10. Januar 2009 01:11
Liebe Liesel und Annette,
danke ihr Beiden für die Anwesenheit hier. Ohne euch wäre es bei mir sehr einsam zurzeit. Somit weht eine warme Seelenluft hindurch die äußere Eiskälte.
Von
Jostein, Am/um
10. Januar 2009 22:15
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