Gamamila

2009/02/16

Stigmata als eine okkulte und sinnlich-sittliche Prüfung

Die seit Jahren anhaltende mehr oder weniger intern-anthropo-sophische Diskussion zum Thema ‹Stigmatisierung und Christus-erkenntnis› ist ein Stückchen mehr an die öffentliche Oberfläche gestiegen durch zwei konträre Rezensionen - geschrieben vom Vorstandsmitglied Heinz Zimmermann und vom ehemaligen Redakteur Dietrich Rapp im ‹Goetheanum› Nr. 6/2009 - des neuen Buches von Sergej O. Prokofieff über die Auferstehung. Sofort sind auch im Internet Kommentare dazu abgegeben worden einerseits von Jens Heisterkamp in ‹Info 3› und andererseits von Michael Eggert, der auch einen offenen Brief von Wolfgang Garvelmann bei den ‹Egoisten› veröffentlicht hat. Den folgenden Einwurf - hier mit einigen Erweiterungen versehen - habe ich als Leserbrief der Wochenschrift in Dornach zugeschickt. Damit meine Leser in dieser für mich interessanten Fragen auf den Laufenden sein können und einige meiner Gesichtspunkte dazu kennen lernen können, erfolgt diese Veröffentlichung sogleich.

Dietrich Rapp dürfte die stigmatisierte Judith von Halle gesehen haben, wie er gewiss den nichtstigmatisierten Sergej O. Prokofieff gesehen hat, weil sie alle sich viel in Dornach bewegen. Letzterer hat sie eigentümlicherweise «nicht sehen wollen», ein Zeugnis, das ich entnehme den Bericht des Hamburger Anthroposophen Rolf Speckner, der neulich in der Anthroposophischen Gesellschaft in Saarbrücken öffentlich vortrug und diese aktuelle Kontroverse in die Frage der Zukunft der anthroposophischen Bewegung hineinstellte. Ob Dietrich Rapp ihre Stigmata gesehen hat, sei dahingestellt. Ich bin Judith von Halle selbst nicht begegnet, aber ich habe mich mit ihrem Buch ‹Und wäre Er nicht auferstanden...› intensiv beschäftigt, deshalb fokussiert mein Interesse zunächst auf Grundsätzliches in dieser Debatte... [weiter]

Abgelegt in Chronik

Bild: Eine 7-teilige Matrjoschka aus Russland. Matrjoschka, auch Matroschka sind aus Holz gefertigte und bunt bemalte, ineinander schachtelbare, eiförmige russische Puppen mit Talisman-Charakter. Diese mehrfach gegliederte Puppe kann als Bild der Reinkarnation sein, wenn man bedenkt, dass der Mensch den früheren Leben in sich unsichtbar trägt. Quelle: Ebay

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2009/02/13

Seelenprüfungen

Es wird von vielen Anthroposophen heute gefordert, nicht mehr Rudolf Steiner zu zitieren. Das ist keine schlechte Anforderung. Irgendwann schon im letzten Jahrtausend hatte ich selbst damit größtenteils - mindestens in Gesprächen - aufgehört. Nichtsdestotrotz finde ich immer wieder Stellen in seinem Werk, die in seinem Wortlaut, wie in Marmor ausgehauen, da stehen und von einer genuin abgeschlossenen, aber zugleich zu allen Seiten offenen Klausur Kunde tun. Hier noch ein solcher Beispiel:

„Jedesmal, wenn eine neue Geistesoffenbarung kommt, wird eine Prüfung der Seele zu bestehen sein. Aus einer jeglichen Stufe der Entwickelung entspringen neue Prüfungen, und wir müssen geradezu den Impuls für alle höhere Entwickelung darin sehen, dass unsere Seele niemals abzuschließen braucht, sondern sich immer höheren und auch vielleicht schwereren Prüfungen unterziehen kann. Niemals bleiben aber aus, wenn die Seele die Prüfungen besteht, die Geistesoffenbarungen, die, vielleicht erst nach längerer Zeit, der Seele dasjenige geben, zu dem sie durch ihre Prüfungen aufsteigen muß.“

Zitat aus dem Vortrag von Rudolf Steiner am 26. August 1911 in: Weltenwunder, Seelenprüfungen und Geistesoffenbarungen, GA 129, Dornach 1960, Seite 203

Bild: Wolf von Hoyer (1806-1873) Psyche (1842), Neue Pinakothek in München
Quelle: Wikipedia (cc) FlickreviewR

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2009/02/09

Der Balken in meinem Auge

„Aber was siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, doch den Balken in deinem Auge nimmst du nicht wahr? Oder wie wirst du zu deinem Bruder sagen: "Lass mich den Splitter aus deinem Auge hinauswerfen" und siehe, der Balken ist in deinem Auge? Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.“

Matthäus Evangelium 7,3-5


Rückschau auf mein letztes Lebensjahr

Kürzlich feierte ich meinen 55. Geburtstag. Darüber ist wenig zu erzählen, da ich keine Wichtigkeit daraus machte, sondern im kleinen familiären Rahmen nur ein festliches Essen in der Pizzeria eines Freundes verabreichte. Meine aus Schweden angereiste, älteste Tochter sang mir einpaar Lieder vor, und am Abend lauschten wir Klezmer-Musik in einem Saarbrückener Minitheater. In Anbetracht des Gaza-Krieges schafften diese Melodien eines abgelaufenen Jahrhunderts einen raufenden Klangboden in meiner ohnehin erschütterten Seele.

Eventuell wäre mehr zu sagen über die einfache Tatsache, dass meine Website trotz flüchtigen Unterbrechungen
1 Jahr lang bestanden hat. Wer dieses Unterfangen begleitet, wird schon wissen, was damit versucht wird. In den Texten, die ich auf der Site und im damit seit dem letzten Frühjahr angedockten Blog veröffentlicht habe, ist ebenfalls soviel gezeigt worden, was mein Anliegen ist, dass es darüber auch wenig Neues zuzufügen gäbe. Wenn ich dessen ungeachtet aus meiner Rückschau des letzten Lebensjahres eine Handvoll Motive herausnehme und sie quasi „um die Finger wickele“, ginge es um die folgenden Angelegenheiten: das Esoterische in der Sprache, die Öffentlichkeit, Dialoge, die Karmagesinnung und der karmische Zentralkonflikt.

Zu versuchen, ein Geist-Erleben, das im reinen Denken, im dynamischen Fühlen und im schöpferischen Wollen erfasst wurde, in kommunizierbaren Formen der Sprache zu übersetzen, gleicht einer Daumenarbeit. Wenn der Daume nicht geschickt anpackt und das Werkzeug mit Fug und Recht manövriert, wird der im Holz angeschlagene Nagel krumm, oder der Faden findet nicht sofort den Weg durch das Nadelöhr. Bin ich ganz alleine mit meinen geistigen Erfahrungen, kann ich gut schweigen. Möchte ich sie aber kommunizieren, brauche ich das Fingerspitzengefühl - und noch mehr, wenn ich im öffentlichen Raum eine esoterische Verständigung übe. Der Intuition des Zeigefingers kann spüren, wo es vielleicht augenblicklich nur angebracht ist, etwas anzudeuten, weil es später besser sein könnte, etwas mehr darüber zu entschleiern.

Bei jeder Begegnung brauche ich das innere Gleichgewicht, und ich muss die Kunst der Mäßigung lernen. Besonders wenn es sich herausstellt, dass ich bei jemand eine andere und vielleicht ungewohnte oder kontroverse Auffassung finde, die ich begreifen und respektieren muss, um ins Gespräch zu kommen, falls der andere das möchte, kann die Diskussion für Dritte nur fruchtbar werden, fall ich meine Worte aus Besinnung wähle. Der Langfinger kann dafür ein Gespür haben. Der Ringfinger nun darf der Karmagesinnung entsprechen, weil ich mich in Freiheit und Liebe mit dem geistigen Wesen des Gesprächspartners, des Seminarteilnehmers und des Kontrahenten verbinden möchte „bis der Tod uns scheidet“, auch im Falle er mir seinen Rücken zuwendet.

Zusätzlich zu den Aufgaben, um mehrere karmischen Beziehungen wieder aufzunehmen plus z. B. ein besonderes Berufskarma anzugehen, betrat jeder Mensch seiner jetzigen Inkarnation mit dem Vorsatz, einen karmischen Zentralkonflikt anzupacken.
Es liegt dieser Konflikt quasi dem Kleinfinger unter dem Nagel, aber jene ist meistens so groß und unbewusst, dass er ein ganzes Leben fast nicht bemerkt wird. Nur wenn man den kleinen Nagel sozusagen bricht, oder, wenn er durch großen Schmerz herausgerissen wird, offenbart sich dieses Karma wie riesige Niagarafälle.

Anfang Februar 2008 wurde ich per Website online sichtbar und Mitte April erschien mein zweites Buch beim
Verlag Ch. Möllmann. Vor diesen Veröffentlichungen lagen Jahre der minutiösen Vorbereitung von Texten, Bildern und von Designvorschlägen. Wie das alles ständig inmitten des inneren „Dialogs“ mit der geistigen Welt stand und steht, gehört zu meiner individuellen Esoterik. Durch diese publizistischen Schritte stärkte sich aber mein Mut, sodass ich meine Hand neu hinein in viele lebendigen, erstarrten oder brennenden Herden in der anthroposophischen Szene steckte. Die manchmal polemischen Auseinandersetzungen mit Sebastian Gronbach, Mieke Mosmuller, Sebastian Jüngel und Holger Niederhausen zeigen eine, die Übersetzungen aus dem Skandinavischen eine andere Seite der Bemühung um Dialogbereitschaft und des Versuchs, Hinweise auf bedeutsame Aspekte des anthroposophischen Denkens und Kulturlebens zu geben.

Sowohl während einiger Reisen nach Portugal, Norwegen und Italien als auch durch neue E-Mailkontakte lernte ich viel Neues kennen über spirituell suchenden Menschen, über ihre oft verzwickten Familienzusammenhänge, schwere Krankheiten, komplizierte Lebensverhältnisse und etwas über ihre karmischen Vorleben. Die Würde des Einzelnen lernte ich dadurch immer mehr zu achten, um daraus die Karmagesinnung so zu „steigern“, dass Erkenntnisse daraus geboren werden konnten, die für jeden fruchtbar sein können. Bei allen diesen Begegnungen und Aufgaben zuhause und unterwegs, ohne viel Geld zu verdienen, lebte ich stets mit den Fragen: Wie verhalte ich mich am besten? Wie kann ich helfen? Wen kann ich nach seiner Art am besten unterstützen? Was wird noch kommen? Was kann sich daraus weiter entwickeln, sodass die soziale Frage immer mehr Fundament bekommt für neue Perspektiven des Zusammenlebens und der Zusammenarbeit? Die vier Reisen nach Italien öffneten ebenfalls durch die großartige künstlerische Herausforderung etwas Vielversprechendes für die Zukunft. Überraschend leuchtete gleichzeitig der Schicksalsstern wieder und diesmal stärker als je hinunter auf mein Leben: Durch die persönliche Unsicherheit und das „Versagen“ eines einzigen Menschen schien diese Möglichkeit einer künftigen Teamarbeit sich wieder total durch die Finger zu schlüpfen.

Das Glück in diesem Unglück ist nun, dass ich auf meinen individuellen zentralen karmischen Konflikt aufmerksam geworden bin. Durch den „Splitter“ im Auge meines italienischen Auftraggebers wurde der „Balken“ in mir selbst spürbar. Seit Mitte Dezember leide ich außerdem buchstäblich von einer schwerwiegenden Augenentzündung. Unterstützt durch die Therapie der
psychosomatischen Energetik versuche ich diese Krankheit als Symptom zu lesen für die Tendenz bei mir, „ die Realität (der sinnlichen Welt) nicht sehen zu wollen. Damit werde ich sicher die nächsten 55 Jahre inklusive des kommenden Lebensjahrs beschäftigt sein. Für heilende Zuwendung daraufhin bin ich jederzeit offen!

Die karmischen Hintergründe zu diesem Inkarnationskonflikt kenne ich schon seit Jahren, aber mir war noch ganz wenig bewusst, dass ich wegen solchen früheren „Kollisionen“ mit der Welt dermaßen mich vor der zivilisatorischen Normalitäten der gegenwärtigen Welt schütze, dass daraus erfolgen kann, dass nur ganz wenige Menschen, etwas mit mir anfangen können oder wollen. Wir könnten dieses karmische Dilemma, das auch Rudolf Steiner in Zusammenhang mit den Inkarnationsschwierigkeiten der Platoniker beschrieb, als das „Anti-Karrierist-Syndrom“ bezeichnen. Es ist eine Art Blindheit vor den wirtschaftlichen Gefügen, die unserer Kulturepoche eigen sind. Heute, wenn die vielen alten Gesellschaftsstrukturen, die eigentlich der letzten Epoche vor der Renaissance gehörten, zerfallen und Platz für Neues freimachen, könnte es langsam möglich werden, sich mit einer Gesellschaft zu verbinden, die dem eigenen Wesen verwand sind. Wie und wo entsteht diese für alle Menschen und für mich weltoffene
Friedensgesellschaft?

Bild: Karel van Mander (1548-1606), Die Mäßigung Scipios (1600). Er war ein Dichter, Schriftsteller, Maler und Zeichner aus Westflandern. Im Jahr 1604 verfasste Karel van Mander sein bekanntestes Werk, das Schilder-Boeck („Maler-Buch”), die erste nördlich der Alpen erschienene kunsttheoretische Schrift. Publius Cornelius Scipio Africanus (236-183 v. Chr.), der Überwinder Hannibals im zweiten Punischen Krieg, verband mit den profilierten Talenten eines Feldherrn einen durch Wissenschaften gebildeten Geist. Wenn er sich durch Tapferkeit und List seinen Feinden furchtbar machte, so wusste er sich auf der andern Seite durch seine Mäßigung die Liebe der Überwundenen zu erwerben. Er verstand die große Kunst, sich durch Milde und weise Strenge des Gehorsams seiner Untergebenen zu versichern, und die unterschiedlichsten Menschen und Völker für seine Zwecke zu gebrauchen. Quelle: Wikipedia

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2009/02/03

Arne Garborg: Vindtrolli

Meine eurythmisch tätige Ehefrau braucht immer Gedichte für ihre Arbeit. Sie bat mich vor einigen Tagen, ein norwegischer Vers über Trolle zu finden und zu übersetzen. So nahm ich mir vor Vindtrolli (Die Windtrolle) von Arne Garborg. Das Ergebnis wurde so erfrischend und adrett, das ich es gerne weiterleite, auch wenn die deutsche Fassung lange nicht der alerten Bündigkeit des Originals einlöst. In meiner Jugend lernte ich das Gedicht zu singen nach der Melodie eines mir unbekannten Tonkünstlers, aber ob ich es im Wolfersheimer Männerchor vorsingen werde, überlege ich mich noch. Zu meinem heutigen 55 Geburtstag und zu der 1. Geburtstag meiner Website, denke ich, passt das Gedicht der Windtrolle, zudem das vergangene Jahr auch sehr wehend war. Lass uns auf stillere und friedfertigere Tage erhoffen!

Arne Garborg(1851-1924) war ein norwegischer Autor, der das vom Dichter Ivar Aasen - Sprachforscher, Dichter und engagierter Botaniker - synthetisierte Landsmål (heute Nynorsk, eine der drei Landessprachen Norwegens außer Bokmål und Samisch) frei anwendete. Einige seiner Romane, die zu Lebzeiten des Autors auch in Deutschland viel gelesen wurden, zählen zu den Hauptwerken des norwegischen Naturalismus: Bondestudentar (Bauernstudenten), Mannfolk (Aus der Männerwelt), Hjå ho mor (Bei Mama) und Trætte Mænd (Müde Seelen).

Garborg war mit dem in Norwegen lebenden indischen Philosophieprofessor, Yogi, Guru und Poet Swami Sri Ananda Acharya, genannt Baral,(1881-1841) befreundet. Der Gedankenaustausch mit diesem Ideengeber einer künftigen Friedensuniversität fand Niederschlag in seinem Tagebuch. Um das Landsmål weiter zu entwickeln, bekam Garborg gegen das Ende seines Lebens eine staatliche Dichtergage. Er nahm sich dann viel Zeit, um internationale Literaturklassiker zu übersetzen.

Die Windtrolle

Tschüh! Büh! sagt Norden-Weißbart,
er kullert die dunklen Flügel.
Er jault und saust über nackte Heid;
er wütet um Wiesen und Hügel.
- Tschü ...

Tsjüh-hü-hüh! sagt Nordwest-Eistroll,
er kentert Steven und Barken.
In der Tiefe betäubt er das Meer;
aus fünfzehn Faden holt er den Harken.
- Tschü ...

Tsjüi-lü! sagt Westen-Seemann,
er kommt so weit aus dem Meer.
Leicht spielt der Bub um braune Hügel,
verlässlich ist er freilich nicht so sehr
- Tschü ...

Tsjüi-lü! sagt Westen-Seemann,
anwesend ist er salz und nass.
Er lockt mit Sonne, mit hellem Horizont,
aber meistens weint er voll das Fass.
- Tsjchü ...

Tsjü-sü! sagt Öster-Bergmann,
er ist so scharf und klar.
Er kommt aus all den lichten Gipfeln
mit Schneehut um das geschneite Haar.
- Tschü ...

Sülilü! sagt Süden-Lichtelfe,
im Laub er saust, das Kraut er gelingt.
Blumen hat er in beflügeltem Haar
und bläst auf Flöte und singt.
- Tschü ...

Sülilü! sagt Süden-Lichtelfe,
als Schäfer will er nimmermehr weinen;
dann hopsen seine Lämmer froh umher
und fußen auf sonnenwarmen Steinen
- Tschü ...

Sülilü! Ah, du selige Sommer
mit Sonne am Berg, mit mir als Schwimmer.
Dann ruh’ ich im Gras den besten Labsal
und erwachet ohne Gewimmer.
- Tschü ...

Bild: Olav Rusti (1850-1920), Portrait von Arne Garborg, 1912-14, im Besitz des Verlages Aschehoug. Quelle: wikimedia.org

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2009/02/02

Ein Lichtkeim in Russland

In Vorbereitung auf meine geplante, erste Reise nach Russland Ende April hat Anna Gussinskaia ausgesuchte Abschnitte aus meiner Website ins Russische übersetzt. Anna ist eine professionelle Übersetzerin, die viele Jahre als Lehrerin im Goetheinstitut in Moskau arbeitete. Oft kommt sie nach Mitteleuropa gereist, einerseits, um als Dolmetscherin für russische Teilnehmer bei Tagungen in Dornach zu arbeiten, andererseits, um für das eigene Geschäft in Moskau Naturprodukte einzukaufen. Ihr Betrieb heißt Naturalia – die 12 Sinne. Anna steht mitten drin in der anthroposophischen Arbeit in Russland; u. a. machte sie mit am Start des vielseitigen Projekts Serno Sveta.

Mein Besuch in Moskau wird eventuell mit einer Reise zu den Waldai-Höhen im Herzen von Russland ergänzt. Zwischen St. Petersburg und Moskau, am Ufer eines großen Sees befindet sich die Provinzstadt Waldai. In deren landschaftlich malerischen Umgebung gibt es eine Menge verlassener Dörfer. In einem dieser sterbenden Dörfer mit dem Namen Moiseevitchi arbeiten die russischen Initiativträger mit einigen Interessenten und Praktikanten aus Deutschland zusammen in der landwirtschaftlich-pädagogischen Initiative „Lichtkeim“ (rus. Serno Sveta). Auf dem Blog von Serno Sveta wird die Initiative mit mehreren Fotos beschrieben.

Foto: "Die biodynamischen Präparate entsprechen dem Opfer am Altar eines Tempels." Die Arbeit mit biodynamischen Präparaten in Moiseevitchi (RU).  Quelle: serno-sveta

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