Gamamila

2009/03/26

Aphorismen von Kurt Narvesen

Arbeit
Du bist nicht derjenige, der nach den Aufgaben sucht – es sind die Aufgaben, die nach dir suchen. Mache es nicht zu schwierig für sie!

Tun
Alles darfst du tun, wenn nur die eine Sache für dich klar ist: dieses tue ich für mich selbst.

Hoffnung
Die Hoffnung ist die Schwester der Passivität.

Lebensweisheit
Was heißt, zu versinken - oder eine Sache auf den Grund zu gehen? Wir fallen alle gegen den Grund in uns selber – ob wir es merken oder nicht. Es reicht, dass die Jahre vergehen.

Der norwegische Lyriker und Übersetzer Kurt Narvesen (geb. 1948) lernte ich persönlich kennen anfangs der 1980er Jahre in Oslo, als eine Gruppe von Pädagogen, Bühnenkünstlern und bildenden Künstlern um den Autor, Waldorflehrer und Musiker Hans-Jørgen Høinæs aufrufen wollte ein künstlerisch-soziales Projekt an den Oslofjord bei Tønsberg. Narvesen debütierte 1975 und hat viele Gedichtsammlungen herausgebracht. Seine gesammelten Gedichte erschienen 2008. Er hat viel amerikanische Poesie ins Norwegische übersetzt, und er bekam in Norwegen ein großes Lob für seine dichterische Deutung der kompletten Ausgabe von Walt Whitmans Leaves of Grass.

Seine Aphorismen oder, besser gesagt, sogenannte „Ordtak“ (Wortnehmungen) fand ich auf eine norwegische Site mit Sprichwörtern.

Bild: Jostein Sæther, resisto, Computergrafik (2006).

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2009/03/23

Ungeteilte Aufmerksamkeit

Christian Moos schickte mir die folgende Email, die ich gerne weitervermitteln möchte:

Strohhaus-Veranstaltungen

Liebe Strohhaus-Freunde,

vor zwei Tagen hatten wir zwei sehr gelungene Veranstaltungen im Strohhaus:

Seminar & Vortrag mit Roland van Vliet, der uns auf einzigartige Weise in die verjüngende Lebenskunst der „Ungeteilten Aufmerksamkeit“ einführte, die uns die Kraft gibt, den „Alltag zum Gelingen“ zu machen.

Die Aufmerksamkeit wird deshalb als „ungeteilt“ bezeichnet, weil sie sich gleichzeitig auf die Innen- und auch die Außenwelt bezieht und dadurch zwei Kulturströme in der Herzenswachheit miteinander verbindet: aus dem Osten kommend die kontemplative Haltung mit der im Westen kultivierten aktiven Ausrichtung auf die äußere Welt. Wir machten Übungen sowohl in der Natur als auch in der Menschenbegegnung und es wurde für die Teilnehmer zu einem sehr berührenden Erlebnis, was für starke Liebeskräfte durch diese Haltung zum Strömen gebracht werden können!

Seine eindringlichen - aber auch durchaus poetischen Ausführungen zu den heilsamen Möglichkeiten des manichäischen Impulses für die Gegenwart und Zukunft waren ebenfalls sehr inspirierend, da Roland van Vliet ganz aus dem Herzen spricht und damit auch die Herzen seiner Zuhörer zu öffnen vermag.

- Als kleine Nebenbemerkung kann ich an dieser Stelle meine Empfindung äußern, dass ich den Eindruck habe, hier im "linksrheinischen Saarland" sind die Menschen sehr fähig, die Herzenssprache zu verstehen und auch selber zu sprechen.

Akademie für persönliche Meisterschaft und ethische Kommunikation
Und so kann ich mit dieser Mail schon die „frohe Kunde“ verbreiten, dass bereits für den kommenden 2. Juli eine Fortführung der Herzensarbeit geplant ist, wo Roland van Vliet wieder ins Strohhaus kommt. - Es wird dann wiederum um die ungeteilte Andacht gehen in Verbindung einer praktischen Umsetzung der „Philosophie der Freiheit“ von Rudolf Steiner. - Der weitere Termin stand ja bereits fest: 29. Oktober 2009 und dann wird schon jetzt ins Auge gefasst, dass im März 2010 neben dem Quellhof auch hier im Saarland eine „Akademie für persönliche Meisterschaft und ethische Kommunikation“ stattfinden könnte, wenn wir hier 12 - 15 Menschen finden, die 2 Jahre lang an solch einer Schulung teilnehmen wollen. (Siehe auch: www.manisola.eu)

- Soweit zur thematischen Intention des Strohhauses, den Manichäismus in der heutigen Zeit neu zu verbreiten, wobei abschließend dazu noch gesagt werden kann, dass der Vortrag am 2. Juli auch schon dem Übergang von Mani zu Christian Rosenkreuz gewidmet sein wird. Als nächstes findet im Strohhaus dann

Einstimmen aufs Karma
Seminar mit Jostein Sæther statt:

Freitag, 27. März 2009 , 20 - 22 Uhr
Samstag, 28. März 2009 , 10 - 13 / 15 - 18 Uhr
Sonntag, 29. März 2009 , 10 - 14 Uhr

Das wird auch eine sehr intensive und bereichernde Arbeit werden und ich kann verraten, dass noch Plätze frei sind. Karmaarbeit ist ein behutsamer, liebevoller Blick in die eigene Seele, die ja alle vergangenen Erfahrungen - auch die aus vergangenen Erdenleben - in sich trägt. Anmeldung bitte unter: www.im-Strohhaus.de

Das neue Übungsbuch (ISBN 978-3-89979-084-9) von ihm selbst mit demselben Titel bildet die Grundlage des Wochenendseminars.

Heilsamer Blick und SprechLust
Am darauf folgenden Wochenende möchten wir „Strohhaus-Initiatoren“ unsere ganz eigenen Fähigkeiten einbringen mit dem Einführungs-Seminar in die Kunst des heilsamen Blickens

und dann mit SprechLust in die Kunst der heilsamen Rezitation.

Zum Heilsamen Blick Seminarplakat und zum SprechLust Seminarplakat

Beides, der Blick und die Sprache, soll von Herzen kommen um heilsam sein zu können - bei der Sprache bedienen wir uns der Poesie, um beim Sprechen die Seele öffnen zu können. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie die eine oder andere Veranstaltung besuchen könnten - und wenn möglich noch dazu die Plakate, die sich in den Links befinden, ausdrucken und an sinnvoller Stelle aufhängen würden. Wer es nicht selbst ausdrucken kann, darf sich melden: wir verschicken sie auch - dafür aber bitte bei uns melden.

Und als letztes: Wer jemanden kennt, der/die an solchen Veranstaltungen auch interessiert sein könnte, der darf diese Mail gerne weiterleiten.

Herzliche Grüße

Christian Moos & Iris Madenach

Foto: Roland van Vliet. Er gründete „Manisola“ - das philosophische Institut für Persönliche Meisterschaft und lehrt innerhalb dieser mobilen Akademie an verschiedenen Orten in Holland und in Deutschland. Er ist Philosoph und Erwachsenenbildner, hält Vorträge über geistige Strömungen, steht als Spontan-Philosoph auf der Bühne und ist Reiseleiter für besondere Kulturreisen. Buchveröffentlichung u. a.: „Der Manichäismus – Geschichte und Zukunft einer frühchristlichen Kirche“. Quelle: quellhof.de

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2009/03/19

Körperbewusstsein und Zeitreise II

Zurückwandlung in frühere Zeiten 

Ist es befugt, der Begriff ‹Zeitreise› für eine geisteswissenschaftliche Erforschung früherer Zeiten zu benutzen? Kann man überhaupt geistesforscherisch und detailliert die früheren Zeiten und die ehemaligen sinnlich-physischen Verhältnisse ermitteln? Ich behandele in diesem zweiten Aufsatz zum Thema ‹Körperbewusstsein und Zeitreise› diese Fragen im Hinblick auf brisante Aussagen Rudolf Steiners und was meiner eigenen individuellen meditativen Arbeit anbetrifft.

In den Auseinandersetzungen um die Schauungen von Judith von Halle wird der Begriff ‹Zeitreise› benutzt, um auf die Art hinzuweisen, wie sie bestimmte Ereignisse zur Zeitenwende erlebt. Ist es befugt, dieser Begriff zu benutzen für eine geisteswissenschaftliche Erforschung der Vergangenheit und für das Geist-Erleben früherer Inkarnationen, falls es um eigene karmische Motive geht? Und kann man in der Geistesforschung überhaupt die früheren Zeiten und die ehemaligen sinnlich-physischen Verhältnisse detailliert ermitteln bis auf Gesichtszüge, sprachliche Inhalte und Denkweisen?

Ich möchte zeigen, dass die geistige Forschung sehr präzise Auskünfte machen kann auch in Bezug auf ehemalige, physische Zustände. Auf Basis des eigenen meditativen Übens werden die Angaben von Rudolf Steiner sehr schlüssig... [Weiter]

Abgelegt in Chronik

Bild: Bologna im Mittelalter, sichtbar ist der sogenannte „Wald von Türmen“. 1164 trat Bologna in den Lombardenbund gegen Friedrich I. Barbarossa ein, 1256 verkündete die Stadt die Legge del Paradiso (Paradiesgesetz), das Leibherrschaft und Sklaverei abschaffte und die verbleibenden Sklaven mit öffentlichem Geld freikaufte. 50.000 bis 70.000 Menschen lebten zu dieser Zeit in Bologna und machten die Stadt zur sechst- oder siebtgrößten Europas nach Konstantinopel, Córdoba, Paris, Venedig, Florenz und möglicherweise Mailand. Das Stadtzentrum war ein Wald von Türmen: Schätzungsweise 180 Geschlechtertürme der führenden Familien, Kirchtürme und Türme öffentlicher Gebäude bestimmten das Stadtbild. Quelle: Wikipedia

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2009/03/16

Feen-Zauber und Karma-Wandeln

Hans Hurth, Mitarbeiter der Saarbrücker Zeitung, hat ein Interview mit Claudia Maria Christoph und mit mir gemacht anlässlich unserer Ausstellung im Geschenkeladen „Bienenkorb“ in Wolfersheim.

Er schreibt unter anderem: „Die Ausstellung in Wolfersheim mit der Feen-Botschafterin Claudia Christoph und dem vielseitigen Jostein Saether bringt zwei Künstler zusammen, die mit ihren ausdrucksstarken Bildern die Fantasie anregen und die Betrachter auf eine märchenhafte Traumreise entführen.“ [Weiter zum Artikel]

Foto: Claudia Christoph (links) und Jostein Saether vor ihren Werken im "Bienenkorb" . Foto: © Hans Hurth

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2009/03/08

Körperbewusstsein und Zeitreise I

Gibt es im Gehirn ein Organ für karmische Erinnerung?

Rudolf Steiner sprach in London am 1. Mai 1913 von einem künftigen Organ im Gehirn, das für die Erinnerung an frühere Erdenleben gebraucht werden würde. Gibt es schon ein solches physisches Karma-Organ? Ich möchte in diesem ersten von zwei Aufsätzen zum Thema ‹Körperbewusstsein und Zeitreise› diese kontroverse Frage behandeln im Hinblick auf Erinnerungen an früheren Erdenleben in unserer Zeit und bezüglich der modernen Hirnforschung, die das Gedächtnis lokalisiert haben will.

Die aktuelle Diskussion zum Thema ‹Stigmatisierung und Christuserkenntnis› wirft Fragen auf in Bezug auf den Zusammenhang zwischen ‹Körperbewusstsein› und leibfreier Geist-Erkenntnis. Ich werde in zwei Beiträgen zwei Aspekte diskutieren, die eine Perspektive für weitere anthroposophische Forschung geben könnten. Dabei möchte ich anknüpfen an Angaben von Rudolf Steiner, die, soweit ich die anthroposophische Sekundärliteratur kenne, bis jetzt kaum berücksichtigt wurden. Der erste Aspekt berührt die Frage, inwiefern der physische Leib betroffen ist bei übersinnlichen Wahrnehmungen und bei Geist- und Karmaerkenntnis. Der nächste Aufsatz wird sich befassen mit der sogenannten ‹Zeitreise› und mit der Frage, ob und wie das Geist-Erleben respektive die geistige Erforschung detailliert ermitteln kann früherer Zeiten und ehemaliger sinnlich-physischen Verhältnisse. Einleitend möchte ich aber einen Hintergrund zum Auftauchen karmischer Erinnerungen in der Gegenwart geben… [Weiter]

Abgelegt in Chronik

Bild: Aplysia californica, ein Lieblingstier der Gedächtnisforschung. Quelle: Wikipedia

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