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Jostein Sæther| Das Traumlied vom Olav Åsteson
Draumkvedet - Das Traumlied vom Olav Åsteson - ist eine aus dem Mittelalter stammende norwegische Ballade. Dieses einzigartige Volkslied liegt in vielen Varianten vor. Gelegentlich wird es als norwegisches Nationalepos betrachtet, und auch als ein Visionsgedicht bezeichnet.
Es wurde in den 1840er Jahren im Landesteil Telemark im Südwesten Norwegens von Traditionssammlern „entdeckt” und aufgeschrieben. Die verschiedenen Niederschriften sind oft sehr lückenhaft. Der meist bekannte Text des Traumlieds bis heute ist die Rekonstruktion um 1890 in 52 Strophen von Moltke Moe (1859-1913), dem ersten Professor für Folkloristik in Skandinavien. Im skandinavischen und slawischen Sprachraum ist Folkloristik mit der hiesigen Volkskunde gleichzusetzen. Im Angelsächsischen und Deutschen hingegen versteht man darunter ausschließlich die Beschäftigung mit Volksliedern und Volkserzählungen (Märchen, Sagen etc.), aber auch Erzählforschung gehört dazu.
Die auf Deutsch meist benutzte Übertragung hat der Waldorflehrer und Autor Dan Lindholm (1908-98) weitergeleitet. Im Verlag Urachhaus kann man noch seine zweisprachige Ausgabe erhalten.
Sänger und Aufzeichnungen
Niels Svenungsen, Glöckner in Vinje, war der aller Erste, der etwas vom Traumlied niederschrieb. Im Jahre 1842 schicke er 61 Strophen der Pionierin der Volksliedsammler und Volkkundler in Norwegen, einer Lehrerin namens Olea Crøger (1801-1855), die am Anfang gegen den Strom der damaligen Mannskultur ihre Aufzeichnungen zu erringen hatte. Seine Fragmente und Strophen hatte er aus mehreren Quellen in vielen Dörfern gesammelt, und manchmal sie von den ältesten Bewohnern abgehört.
Jørgen Moe (1813-1882) publizierte ein Versuch der Rekonstruktion des Traumlieds im Jahre 1847 auf Grund von drei Niederschriften. Zwei hatte er selbst gefunden und die dritte stammte von Svenungsen. Der Bischof und Schriftsteller Jørgen Moe ist noch mehr bekannt für seine Sammlung norwegischer Volksmärchen, die er zusammen mit Peter Christen Asbjørnsen herausgab. Magnus Brostrup Landstad (1802-80), lutherischer Liederdichter und Folklorist, publizierte das Lied in seinen „Norske Folkeviser” (Norwegische Volkslieder) in 1853. Er brachte auch eine Rekonstruktion heraus, aber gleichzeitig setzte er seine Variante fort nach Maren Olavsdotter Ramskeid (geb. 1817, Todesdatum unbekannt, seit 1882 lebte sie in Amerika), einer Frau, die das Traumlied in Überlieferung von ihrem Vater besaß, der es wieder von seinem Großvater hatte. Ihre Version des Traumlieds wird als die vollständigste und episch bedeutendste von allen bekannten Varianten wahrgenommen.
Es gibt sehr viele Aufzeichnungen von dem Traumlied, aber die meisten besitzen nur einige der sogenannten gamlestev (Altstrophen). Brynjulf Alver (geboren 1924), entbundener Professor am Universität in Bergen/NO und einer der bekanntesten Traumliedforscher in Norwegen, stellt fest, dass es nur bei Maren Ramskeid Strophen geben, die eine logische Folge der Handlung aufweisen. Andere wichtige Quellen waren Anne Lillegård, Tone Marteinsdotter Kolberg und Anne Skålen.
Das Innhalt und die Melodien
Das Traumlied öffnet mit einer Strophe, in welcher der Sänger sich präsentiert. Dann wird es erzählt, dass Olav Åsteson (Varianten des namens sind Olav Åkneson, Olaf Håkinson) am Heiligen Abend einschläft und nicht vor dem Dreizehnten (6. Januar) erwacht. Olav Åsteson reitet zur Kirche, setzt sich in der Kirchentür und erzählt seine Träume.
Im Traum ging er über die Gjallarbrücke, die unsere Welt vom Reich des Todes trennt. Er kämpfte sich durch Dornenhecken und über Sümpfe. Er schaute sowohl die Hölle als auch einen flüchtigen Blick des Himmelsreiches, wo die Jungfrau Maria saß. Er staunte über die vielen Verstorbenen und welche Lasten ihre Sünden im Leben auf ihren Seelen legten. Schließlich sah Olav Åsteson den Jüngsten Tag, als Christus und Sankt Michael mit dem Widersacher namens Grutte Gråskjegge (Graubart) kämpften.
Alle Melodien, die erhalten sind für das Traumlied, sind sogenannte gamlestevsmelodier (Altmelodien für Stegreiflieder). In unserer Zeit ist es Gebrauch, dass es zu den unterschiedlichen Teilen des Traumlieds mit verschiedenen Melodien vorgeführt werden. Dies geht zurück auf die Gesangstil von Maren Ramskeid. Sie benutzte mehrere verschiedene Kehrreime, als sie das Lied für Landstad sang. Ob sie auch die Melodien variierten, wissen wir nicht, aber das ist wahrscheinlich.
Tradition
Die Strophenform des Traumlieds ist identisch mit dem des Stegreifliedes aus dem Mittelalter. Solche Lieder mit Refrains wurden benutzt, um Lebensweisheit auszudrücken, und viele der Strophen, die in den Nachschriften des Traumlieds enthalten sind, haben Kehrreime. In der skandinavischen Tradition konnten Lieder mit einem gemeinsamen Thema zusammengeführt werden zu einer konglomeratischen Strophenreihe. Solche Beispiele sind Norafjøllsteva (Tanzlied des Nordgebirges), die eine Reise erzählt, und Draugskvedet (Das Seegespenstlied), welches Verseinheiten beinhaltet, die im Mund eines Verstorbenen gelegt sind.
Einige Forscher fragen sich derzeit, ob das Traumlied auch nicht eine solche Strophenreihe ursprünglich hatte. Beltevisa (Das Gürtellied) ist eine humoristische Ballade, die einige Strophen gemeinsam mit dem Traumlied hat. Zwei dänische Balladen Den rige Mands Sjæl (Des reichen Manns Seele) und Sjælen for Himmeriks Dør (Die Seele vor dem Tor des Himmelreichs) haben den gleichen Refrain, wie eines des Traumlieds: Tungen kann tale, men Sjælen skal svare for Dommen (Die Zunge kann sagen, allein die Seele wird abwägt).
Forschung und Theorien
Jørgen Moe äußerte, dass das Traumlied war „nichts mehr oder weniger als das Solarljod des alten Eddas zu einer Romanze umgeformt“, und dass Olav Åsteson müsse der Heilige Olav (Olav II. Haraldsson, 995-1030, norwegischer König) sein. M. B. Landstad folgte ihm, aber er meinte, dass sowohl das Solarljod und das Traumlied auf die Visionen von Ansgar (Ansgar von Bremen, um 796-865) baue, so wie wir es von dessen Hagiographie kennen.
Sophus Bugge (1833-1907) - norwegischer Sprachforscher; gab die erste kritische Ausgabe der Eddalieder heraus; entzifferte zahlreiche Runeninschriften - schrieb einen Aufsatz, der für die Traumliedforschung der nächsten hundert Jahre grundlegend wurde. Er zeigte, dass es eine generelle Übereinstimmung zwischen dem Traumlied und der Visionsdichtung des Mittelalters gab. Besondere Ähnlichkeit fand er mit den Visionen eines irischen Ritters, die sogar ins Norwegische um 1250 übersetzt worden waren (genannt Duggals Leizla). Diese Visio Tnugdali (lat. „Vision des Tnugdalus“) ist ein religiöser Text, der von der Jenseitsvision des irischen Ritters Tnugdalus (später vereinfacht „Tundalus“ oder „Tondolus“) aus dem Jahr 1145 berichtet.
Als Moltke Moe - er war ein Sohn von Jørgen Moe - seine große Vorlesungsserie über das Traumlied 1901 und 1902 gab, knüpfte er an die Auffassung von Bugge an. Er behauptete, dass das Traumlied von einem Norweger in England aufgrund der Visionen von Tundalus verfasst werden müsse, und dass es aus einer Übergangszeit zwischen Heidentum und Christentum herrühre. Spätere Forscher haben sich aber skeptisch gegen einer solchen frühen Datierung gestellt.
Die schwedischen Forscher Gustav Strömbeck und Per-Axel Hildeman zeigten auf, dass der Zusammenhang zu den mittelalterlichen Visionen gar nicht so klar sei, zudem die Gjallarbrücke ein Bild ist, das es in vielen Religionen gibt, und der Begriff wurde ansonsten während der Reformation benutzt. Die einleitende, sogenannte Ministrelstrophe und die Ich-Form sind außerdem Elemente, die in der Balladetradition als zu den jüngeren gerechnet werden.
Brynjulf Alver ist der meist Radikale ind der Traumliedforschung. Er meint, dass das Traumlied nicht notwendigerweise älter als 1700 sein müsse. Er weist auf, dass das Traumlied in der Phase des Aufschreibens eine Strophenreihe sei, und deswegen davor nichts Anderes hätte sein müssen. Der schwedische Musikforscher och Balladepionier Bengt. R. Jonsson (1930-2008) schließlich meinte, dass eine Datierung zwischen 1350 und 1550 wahrscheinlich sei.
Rekonstruktionen
Sowohl Niels Svenungsen, Jørgen Moe als auch M. B. Landstad präsentierten ganzheitliche Rekonstruktionen des Traumlieds, aber diejenige, die sich durchsetzte war die Restitution von Moltke Moe. Er baute maßgebend an den Text von Maren Ramskeid, aber er nahm auch Strophen von anderen Sängern ab. In seiner Version hob er den Zusammenhang hervor, der mit Tundalus Visionen klar einlaufen sollte. Einige Forscher meinten, dass Moltke Moe nicht weit genug ging.
Ivar Mortensson-Egnund - Dichter, Volkskundler, Pfarrer und Anthroposoph - behauptete, dass das Traumlied vom Runolf (Ranulf aus York), Abt vom Lysekloster bei Bergen, am Heiligen Abend einmal im 12. Jahrhundert gedichtet wäre. 1927 schrieb er seine Rekonstruktion mit 119 Strophen. Mortensson-Egnund, einer der farbigsten Geister im norwegischen Kulturleben seiner Zeit, behauptete auch, dass das Traumlied der Ausgangspunkt für alle nordische Balladedichtung sei.
Rudolf Steiners Deutung
Während des Norwegenbesuchs von Rudolf Steiner im Jahre 1910 machte ihm die Autorin Ingeborg Møller (Künstlername für Katharina Elisabeth Storm, 1878-1964) aufmerksam auf das Traumlied. Sie übersetzte es ihm Wort für Wort. In Vorträgen, die Steiner später gab, meinte er, dass das Gedichtwerk auf eine reale Einweihung zurückzuführen sei. Bei diesen Vorträgen rezitierte Marie Steiner-von Sievers immer den Text auf Deutsch. Dies trug dazu bei, dass das Traumlied in Mitteleuropa bekannt wurde. Rudolf Steiner äußerte, dass der Name Olav Åsteson gesehen werden kann als ein Mysterienname, der durch mehrere Generationen getragen würde.
Gegenüber Ingeborg Møller soll er bemerkt haben, dass das Traumlied beträchtlich älter sei, als man gewöhnlich annimmt, und dass es etwa aus der Zeit um 400 n. Chr. stamme. Damals soll ein großer Eingeweihter in Norwegen gelebt haben. Sein Mysteriennamen sei Olav Åsteson, und das Lied beschreibt seine Initiation, eine Fahrt durch die Sternenwelt und was er schaute und erlebte im Geiste. Die gegenwärtige Tradition umfasse nur Bruchstücke des ursprünglichen Lieds.
Durch Steiner wurde das Lied zu einer erneuten Inspirationsquelle für einzelne Künstler und Dichter in Norwegen, wie Ivar Mortensson-Egnund und Olav Aukrust (1883-1929). Der Poet Aukrust war auch Anthroposoph und schrieb mehrere poetische Werke, wo die vielfältige Dramaturgie der norwegischen Gebirgsnatur zu Fenstern in geistige Werdegänge wird. Die Übersetzung des Traumlieds von Rudolf Steiner und Ingeborg Møller basierte auf einer Kurzfassung der Rekonstruktion von Moltke Moe, die vom Komponisten, Sänger und Dirigenten Thorvald Lammers (1841-1922) im Jahre 1901 publiziert war.
Bildkünstlerische Darstellungen des Traumlieds
Viele norwegische Bildkünstler haben das Traumlied illustriert oder es als Inspirationsquelle benutzt wie Anne-Lise Knoff, Sigmund Lystrup, Torvald Moseid, Aslak K. Svalastoga, Sveinung Svalastoga, Hans Gerhard Sørensen, Gro Sissel Tveiten, Olav Willums und Karl Erik Harr. Gerhard Munthe (1849-1929, der für seine Illustrationsbeiträgen zu den norwegischen Königssagen des Mittelalters von Snorri Sturlason (1179-1241) bekannt wurde, hat auch sehr schöne Bilder zum Traumlied gemacht.
Das Hauptwerk des Künstlers Torvald Moseid (1917- 2000) ist ein Fries zum Traumlied, das in einem eigenen Raum im architektonisch preisgekrönten Hauptsitz des KonzernsTelenor in Fornebu bei Oslo sich befindet. Der Künstler arbeitete 10 Jahre mit diesem Teppich (fertig 1993), das im sogenannten leggsøm (Legesaum) des Mittelalters gestaltet ist. Das Traumlied hatte Moseid schon als Kind gehört und es begleitete ihm sein ganzes Leben. Torvald Moseid wird als ein Visionär mit Nadel und Faden bedacht, und er anfertigte den Fries aus freier Phantasie ohne Vorarbeiten und nicht auf Bestellung. Sein Traumliedteppich wurde 1999 auf dem Schloss Karlsberg in Prag gezeigt und später auch in Kathedralen in England und auf den Orkney Inseln. Um das Originalteppich zu sehen, muss der Besucher mit der Wachtzentrale bei Telenor eine terminliche Verabredung treffen.
Unter Anthroposophen sind die Bildteppiche zum Traumlied, die von Walter Roggenkamp (1926-1995) entworfen und von Hildegard Osten gewoben sind, bekannt geworden. Der Künstler, Bühnenbildner und Designer Roggenkamp hat auch Holzschnitte gemacht zu der Buchausgabe von Dan Lindholm. Übrigens war der Letztere ein Sohn von Ingeborg Møller, und bei dem erwähnten Besuch Steiners nannte er ihn „das kleine Hindernis", weil seine Mutter bei einem früheren Besuch verhindert war, seine Vorträgen i Kristiania (Oslo) zu hören, da sie schwanger war.
Jørn Mosebekk - ein moderner Skald
Inspiriert von den Gobelins von Roggenkamp hat ein Freund von mir, Jørn Mosebekk - der außer Puppentheaterkünstler, Sänger und Komponist auch Kindergärtner ist - eine Serie kleinere Wandteppiche handgemacht, die wiedergibt der ganzen Farbenpracht, die einem aus dem Traumlid imaginativ entgegentreten kann. Jørn, der mit seiner Ehefrau Annerose in Deutschland seit anfangs der 1990er Jahre lebt, singt jedes Neujahr das Traumlied in norwegischer Sprache, mit keltischer Harfe sich selbst begleitend. Jørn Mosebekk steht in der alten Sängertradition des Telemarks drinnen, zumal er diese manchmal improvisierenden Singweise des Traumlieds - die vom üblichen Barockstil der Bachmusik, die in Deutschland mit festgelegten Noten benutzt wird, einerlei abweisend ist - direkt von einer Sängerin der alten Garde vor vielen Jahrzehnten lernte.
Mit dem Ehepaar Mosebekk zusammen konnte ich die Ursprünge der Gestalt des Olav Åsteson vor einigen Jahren geistig zu erforschen anfangen. Vor genau einem Jahr stellte ich diese eindrucksvollen Motive aus meditativer Forschung einem öffentlichen Publikum zum ersten Mal vor in Zusammenhang eines Konzerts zum Traumlied mit dem Sänger und Komponisten Bernt Kasberg Evensen in der schönen funktionalistischen Bibliothek von Tønsberg in Norwegen, das gegenüber den Ruinen einer Olavskapelle aus dem Mittelalter gebaut ist. Demnächst werde ich einige Aspekte des Eintritts der nordischen Weihnachtsmysterien des Olav Åsteson und ihre erstaunliche Einflussnahme auf die Herkunft der Stabkirchen darstellen.
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Dieser Aufsatz gestützt sich unter Anderem auf Informationen der norwegischen Wikipedia.
Links zu einigen Varianten des Traumlieds:
Nachschrift der 1840er Jahre von M. B. Landstad nach Maren Ramskeid von Kviteseid in Telemark (NO) bei bib.hive.no
Moltke Moes Restitution bei bib.hive.no
Eine deutschte Variante des Traumlieds bei celtoslavica.de
Für Leserkommentar gehe zu meinem Blog

Walter Roggenkamp, Ausschnitt aus seinem Bildteppich zum Traumlied.
Quelle: anthromedia
Jørgen Moe
Quelle: Wikipedia
Sveinung Svalastoga, Malerei im Draumkvedesalen (Saal des Traumlieds) im alten Gemeindehaus in Rauland. Foto: Leif Jamtveit
Quelle. bib.hive.no
Aslak K. Svalastoga, Malerei im Festsaal in Raulandhuset (dem alten Gemeindehaus in Rauland/NO). Foto: Halvor Tveraaen Quelle: bib.hive.no
Tundalus und der Engel vor dem Rachen eines Höllenmonsters (Illustration von Simon Marmion)
Quelle: Wikipedia
Olav der Heilige, Freskomalerei in der Kirche von Överselö, Mariefred (SE)
Quelle: Wikipedia
Der Hof Ramskeid in Telemark, nach dem Maren Ramskeid ihren Namen trug.
Quelle: Wikipedia
Gerhard Munthe, Ferden over «gjallarbrui» (Die Fahrt über die Gjallarbrücke). (1904)
Quelle: bib.hive.no
Jørn Mosebekk mit seiner Harfe, Schleswig-Holstein
Quelle: profile.myspace.com
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