

formulierte einmal, dass wir lernen sollten, zwischen dem Ich-Sinn, durch welchen also das Ich des anderen wahrgenommen wird, und dem Wahrnehmen des eigenen Ich zu unterscheiden. (1) Was ich durch meinen Ich-Sinn vom Ich der anderen entdecken kann, gehörte laut Steiner als Keimanlage zum 12-Klang der gesamten Sinnesanlagen, die während des sogenannten alten Saturn-Zustands der geistig-kosmischen Erdenentwicklung von höheren Hierarchien in die geistige Vorform des physischen Leibes eingepflanzt wurden.
In Bezug auf unser eigenes Wesen sind wir mit unserem Ich in Verhältnis zur ganzen kosmischen Entwicklung jedoch relativ jung, da das individuelle Ich überhaupt erst während der physischen Erdentwickelung und zwar in der Zeit des Atlantis uns übergegeben wurde. Dieses mich selbst innerlich beseelendes Ich ist also nicht das gleiche wie der Ich-Sinn, mit dem ich auf die Welt der anderen menschlichen Ich-Wesen hinschaue, um Eindrücke von ihren Innenwelten zu bekommen. Steiner erklärt, dass das Wahrnehmen des Ich eines anderen einem Erkenntnisvorgang entspreche, einem Geschehen, der ähnlich der Erkenntnis sei. Das sich Hineinleben in der eigenen Seele, das Erleben des eigenen Ich sei dagegen ein Willensvorgang. (2)
Sich einem anderen Wesen zuwenden
Um das eigene Gefühlsleben zu untersuchen, wenn ich z. B. durch die sogenannten anthroposophischen Nebenübungen meine Gefühle läutern möchte, kann ich sie nur durch eine starke Willenstätigkeit angehen. Der willentliche Ausdauer ist ebenfalls nötig, um über das Denken zu denken, weil das Denken dann als Willenstätigkeit entdeckt werden kann und nicht nur wie vom selbst als ein Fließband für Gedankeninnhalte tagträumend läuft. Die vollständige wahrnehmende Zuwendung zum anderen Menschen kann zur Berücksichtigung des anderen Ich durch das lebendige Denken führen. Steiner führte diesen Gedanken in seiner Vortragsreihe Das Rätsel des Menschen (1916) näher aus:
„Und ein noch intimeres Verhältnis zur Außenwelt als der Denksinn gibt uns derjenige Sinn, der es uns möglich macht, mit einem anderen Wesen so zu fühlen, sich eins zu wissen, dass man es wie sich selbst empfindet. Das ist, wenn man durch das Denken, durch das lebendige Denken, das einem das Wesen zuwendet, das Ich dieses Wesens wahrnimmt - der Ichsinn.“ (3)
Einem anderen Menschen zu begegnen ist selbstverständlich eine alltägliche, aber nichtsdestotrotz einzigartige Erfahrung. Wir begegnen einem menschlichen Wesen, einem anderen Ich, das uns gleichartig ist. Obwohl solche alltäglichen Begegnungen im sozialen Leben grundlegend sind, ist wenig darüber in der akademischen Wissenschaft erforscht. Der Chemiker, Waldorflehrer und Geschäftsführer der Freien Waldorfschule Kreis Heinsberg, Martin Errenst, schrieb 2005 einen informativen Aufsatz in der Zeitschrift Die Drei über den Gedankensinn und den Ich-Sinn, wo er ein Thema dieses kleinen Wissenschaftszweigs untersucht. Errenst nimmt Bezug auf die Forschungen von Robert Peter Hobson. (4) Hobson ist Psychoanalytiker und Professor für Psychopathologie am University College London. Er ist bekannt für seine Arbeiten über Autismus und Entwicklungspsychologie. In seine Forschungen brachte er neue Fazits bezüglich des Ursprungs des menschlichen Bewusstseins.
Der Autismus-Forscher und Entwicklungspsychologe Robert Peter Hobson
Kern der Arbeit von Robert Peter Hobson ist, dass der menschliche Verstand das Ergebnis einer Reihe günstiger Verhältnisse zwischen einem Kind und der Bezugsperson ist, die sofort am Anfang des Lebens einsetzen. Seine Forschung fußt auf Grundlagen, die Colwyn Trevarthen, Professor für Entwicklungspsychologie an der Universität von Edinburgh, ab Mitte der 1970er Jahre formulierte. Trevarthen erkannte in der vorsprachlichen Säuglingsentwicklung eindeutige Schritte der sogenannten primären und sekundären Intersubjektivität. Wenn der Verstand des Kindes sich entwickelt, entsteht eine Art Innenarchitektur, die notwendig für das Aufkommen des symbolischen Denkens ist.
Peter Hobson belegte seine Schlüsse, indem er Fälle untersuchte, wo die Kinder aus genetischen und umweltbedingten Gründen wenig Aussicht auf intersubjektive Beziehungen hatten. Er erzielte seine Erkenntnisse in ethisch verantwortlichen Experimenten, indem er Kinder mit Autismus, Down-Syndrom, angeborene Blindheit und außergewöhnlicher sozialer Deprivation untersuchte. Der Begriff Deprivation bezeichnet generell eine Situation sowohl der Entbehrung, des Entzuges, des Verlustes oder der Isolation von etwas Vertrautem als auch das Gefühl einer Benachteiligung. Hobsons führt das Konzept des menschlichen Verstandes zu einer „Aufnahmevorrichtung“ für soziale Interaktionen zurück. Ohne diese „Architektur“ (Colwyn Trevarthen) wäre das Bewusstsein in menschlichem Sinne nicht möglich. Hobson zeigt außerdem, dass die dauerhafte emotionale Bindung eines Kindes für den Prozess des intersubjektiven Lernens entscheidend ist. Die Erfahrung, dass Emotionen durch andere und in anderen Menschen ausgelöst werden können, identifiziert Robert Peter Hobson als das Material, aus denen der Sinn für das Selbst, den Anderen, Objekt und Symbole hergestellt werden.
Die genaue Beobachtung des Einzelfalls
Martin Errenst bemerkt, dass Hobson Wert darauf legt, dass er sowohl Wissenschaftler als auch praktizierender Psychotherapeut ist. Hobsons spezielles Arbeitsgebiet ist den Autismus zu erforschen. Über seine Forschungsmethode sagt er Folgendes:
„Um ‚normale‘ oder ‚behinderte‘ Menschen, um Erwachsene oder Kinder verstehen zu lernen, gibt es keinen besseren Weg, als einige von ihnen sehr genau zu beobachten und zu studieren.“ (5)
Die wissenschaftliche Haltung des Forschers wird durch die Haltung des Therapeuten in Gleichgewicht gehalten. Es ist sein Anliegen, die Bedeutung der Gefühle im zwischenmenschlichen Kontakt für die Entwicklung des Denkens beim Kleinkind herauszuarbeiten. „Der Vergleich der gesunden Entwicklung mit der Entwicklung von autistischen Menschen dient ihm als ‚Okular‘, um auf die Elemente der gesunden Entwicklung aufmerksam zu werden“, schreibt Errenst. Er findet bei Hobson vor allem zwei Stufen, die seinen Beobachtungen des Ich- und des Begriffsinns (Gedankensinn) entsprechen, und deren Bedeutung für die Entwicklung eines phantasievollen kommunikativen Denkens Hobson beschreibt.
Zwei Stufen der Beobachtung
1. Schon kurze Zeit nach der Geburt reagiert der neugeborene Säugling auf einen Menschen, der ihm gegenübertritt. Er erkennt also schon den Menschengenossen. Wahrscheinlich wird ja überhaupt nur ein Wissenschaftler an dieser Tatsache zweifeln, die für jede Mutter selbstverständlich ist, kommentiert Errenst. In seiner Arbeitsweise der kontrollierten Beobachtung kann der Wissenschaftler Hobson mit der Kamera gewissermaßen festhalten und die abgegrenzten Begegnungs- und Spielsituationen überprüfen. Er fasst zusammen:
„Es besteht also kein Zweifel, dass Kinder schon von den ersten Lebensmonaten an in hohem Maße auf andere Menschen ansprechen. […] Sie suchen von Anfang an aktiv die Begegnung mit anderen Menschen.“ (6)
Dieses Erkennen des anderen Menschen ist aber nichts anderes als eine Beschreibung und Bestätigung des Ich-Sinnes, konstatiert Martin Errenst. Hobson spricht stattdessen von einem Gefühl. „Er macht nicht die notwendige Unterscheidung zwischen der außen liegenden Sinnesempfindung und dem sich innerlich daran anschließenden Gefühl“, schreibt Errenst. Hobson referiert das tragische Erlebnis eines Autisten, dem diese Erfahrung der Beurteilung zwischen Innen- und Außenwelt fehlte:
„Ich wusste wirklich nicht, dass es Menschen gibt, bis ich sieben Jahre alt war. Dann wurde mir plötzlich klar, dass es Menschen gibt. Aber nicht so, wie das Ihnen klar ist. Ich muss mir immer noch in Erinnerung rufen, dass da Menschen sind . […] Ich könnte nie einen Freund haben. Ich weiß eigentlich wirklich nicht, was ich mit anderen Menschen anfangen soll.“ (7)
2. Das Ereignis, dass das Kind um den ersten Geburtstag herum beginnt, andere Perspektiven als die seine kennen zu lernen, nennt Hobson die „kopernikanische Wende“. Das Kind beginnt, das Denken des anderen Menschen wahrzunehmen. Dieses Wahrnehmen des Denkens in der Außenwelt fängt also viel früher an, als das Denken über die eigene seelische Innenwelt. Hobson verweist hier auf ein altägyptisches Relief, auf dem zu sehen ist, wie die Kinder von Echnaton und Nofretete zum Gesicht der Mutter oder des Vaters blicken und mit dem Finger zeigen. Sie teilen Erfahrungen mit, die sie mit der Welt machen. Das ägyptische Relief (siehe oben) bringt zum Ausdruck, dass etwas Drittes zwischen den Eltern und den Kindern existiert.
„Vielleicht dadurch angeregt wurde dann in Experimenten auch darauf geachtet, ab wann dieses Weisen auf Etwas möglich wird. Noch vor der sprachlichen Kommunikation ist ja damit gegeben, dass das Kind in der Geste einen begrifflichen Inhalt, der mit der Geste gemeint ist, erkennt“, schreibt Martin Errenst und stellt fest, dass das hier Beobachtete nichts anderes ist als der Gedankensinn, der es dem Kind ermöglicht, die Gedanken, die Perspektive des anderen Menschen zu erkennen.
Die gesunde Entwicklung und Benutzung der Sinne als Voraussetzung für die Entwicklung des Denkens
Die Grundlage dieser Beziehungen zum anderen Menschen ortet Hobson im Gefühlsbereich, und er weist auf einen Autisten hin, der sein Gefühl für jemand anderen nicht öffnen kann. „Autisten verfügen ja vielfach über ganz erstaunliche intellektuelle Fähigkeiten, die sich aber häufig rein schematisch ausleben und nicht für die zwischenmenschliche Kommunikation und die Abstraktion eingesetzt werden“, schreibt Errenst. Peter Hobson hat mit einem Autisten gesprochen, der von sich selber sagte, dass er sich anders als andere Menschen vorkomme, weil er nicht Gedanken lesen könne. Errenst stellt fest:
„Diesem Autisten fehlt anscheinend die Möglichkeit, durch den Gedankensinn die Gedanken des anderen Menschen aufzunehmen. Was er an den anderen miteinander redenden Menschen beobachtet, erscheint ihm deshalb wie ein Gedankenlesen. Es kann bei Autisten vielfach beobachtet werden, dass Worte nur mit einer festgefügten Bedeutung verstanden und z.B. Wortspiele nicht verstanden werden.“
Robert Peter Hobsons Forschungen und Martin Errenst persönliche Bemerkungen, anthroposophische Korrekturen und Erweiterungen dazu zeigen, dass der Ich-Sinn und der Gedankensinn - wie Rudolf Steiner es vor etwa 100 Jahren als der erste Wissenschaftler inauguriert hat - schon beim Kleinkind beobachtet werden können. Es ist Hobsons Anliegen, das Miterleben der anderen Person und seiner Gedanken in seiner Bedeutung für die Entwicklung des Denkens herauszuarbeiten. „Fasst man dieses Miterleben sachgemäss als Sinneswahrnehmung auf, so kann man auch hier feststellen, was schon für andere Sinne bekannt ist, dass nämlich die gesunde Entwicklung und Benutzung der Sinne Voraussetzung für die Entwicklung des Denkens sind“, schreibt Errenst und fasst zusammen:
„Mit der vorliegenden Darstellung liegt nicht den Worten, aber dem Sinne nach eine Untersuchung
des Ich- und des Gedankensinnes vor. Hobson beobachtet weiter, wie das symbolische Denken und das Sprechen im zwischenmenschlichen Kontakt entsteht und wie diese Entwicklung erschwert wird, wenn die Kommunikation gestört ist. Die Beschreibungen des einfühlsamen Beobachters Hobson sind bereichernd zu lesen, die Lektüre kann empfohlen werden.“
Rudolf Steiner konstatierte, dass wir das Ich des anderen ebenso wie unser eigenes Ich wahrnehmen, aber als ein „Negativum“, weil unser eigenes Ich nicht in unserem Bewusstsein, sondern außerhalb unseres Bewusstseins ist. (8) Aber auch das Wollen reicht „außerhalb“ unsere Seele, so dass wir uns in das Ich des anderen versetzen können. „Wäre das Ich in unserem Bewusstsein, so würden wir uns nicht in das Ich des anderen versetzen können und würden ihn nur wie in einem Schattendasein wahrnehmen“, sagt Steiner im oben erwähnten Vortrag.
Ich-Steigerung in der Meditation führt zur Imagination des Ich-Sinns
Wie geschieht denn die Sinneswahrnehmung des Ich des anderen Menschen? Steiner beschreibt sie wie ein inkonstanter Bewusstseinsprozess: Wir stehen dem anderen gegenüber. Er nimmt gewissermaßen unsere Aufmerksamkeit in Anspruch und schläfert uns für einen ganz kurzen Augenblick ein. Er „hypnotisiert“ uns, sagt Steiner scherzhaft. Wir wehren uns sofort unbewusst dagegen und machen unser Ich geltend. Somit beginnt ein komplizierter Prozess des Hin- und Herpendelns zwischen dem Einschlafen im anderen und dem Aufwachen in uns selbst. Dieses Ich-Pendeln ist gleichsam ein Willensvorgang. Wir nehmen es nur nicht wahr, weil wir unser Wollen gar nicht wahrnehmen, konstatiert Steiner und fährt fort:
„Sehen Sie, in diesem Vibrieren zwischen dem Einschlafen in dem anderen und Aufwachen in uns selbst haben Sie das Urelement, gewissermaßen das Atom des sozialen Zusammenlebens der Menschen. Es ist nicht ein völlig waches Leben, das der Mensch lebt im sozialen Leben. Daher ist das Soziale so schwer für das gewöhnliche Leben fassbar, weil es eigentlich gar nicht ein völlig waches Leben ist, weil es ein träumerisches Leben ist, und weil wir uns eigentlich immer, um uns selbst in uns aufrechtzuerhalten, wehren müssen gegen das soziale Empfinden, gegen das Empfinden in dem anderen.“ (9)
Das Gewahrwerden des Ich des anderen mit dem Ich-Sinn des physischen Organismus geschieht in der Pendelbewegung mit dem eigenen Ich-Wahrnehmung, welches also ein seelischer Ablauf ist. Es ist in diesem sinnlich-seelischen Doppelprozess im unmittelbarem Moment schwierig zu erkennen, dass er gerade doppel ist. Wegen unserer heutzutage oft überbetonten Ich-Bezogenheit wird der sinnliche Aspekt quasi in den Hintergrund geschoben. Gerade das Studieren der Kleinkinder macht aber den Blick auf den Ich-Sinn frei. Eine andere Methode, den Ich-Sinn zu studieren, geht paradoxerweise über das eigene Ich, aber nur, wenn ich aus dem physischen Körper mit meinem Bewusstsein durch Meditation heraustrete. Durch meditative Vorgänge kann ich einen Rückblick auf solche Begegnungen mit anderen Menschen in der Sinneswelt machen. Dadurch kann eine gewisse Ich-Steigerung stattfinden und wahrgenommen werden, die sozusagen in die andere Richtung geht als die Ich-Bezogenheit. Rudolf Steiner beschreibt diesen Vorgang wie folgt:
„Es ist so, dass das Ich übend zunächst sich steigern muss, dass es aber, indem es sich steigert, einen Punkt erreicht, wo die Steigerung durch die eigene Gesetzmäßigkeit der Sache aufhört, indem von einem gewissen Punkte ab das Ich zum Abschwächen ganz von selbst kommt. Nur bis zu einem gewissen Punkte hin kann das Ich in Bezug auf sein Inneres sich erfühlend steigern; dann kommt es dazu, dieses Ich-Erfühlen wiederum in absteigender Kurve in einer Abschwächung zu erleben. Das ist so, dass das Ich sich dann von dem eigenen Erleben, das zunächst da war in dem Erleben des Zeitenstromes, hinausbegibt in ein nicht in den eigenen Zeitenstrom eingeschlossenes Erleben, sondern in ein Erleben des kosmischen Weltendaseins. Dieses Erleben ist dann ein solches, das zunächst nicht in abstrakten Verstandesbegriffen auftritt, sondern in etwas, was deshalb Imagination genannt werden darf, weil es bildhaft auftritt.“ (10)
Der Ich-Sinn tritt in einer solchen Imagination in Erscheinung als der einen Teil eines bildhaften Ausdrucks einer 12-teiligen Ganzheit. Wie der Ich-Sinn sich diesbezüglich zeigt, ist sicherlich meistens individuell bedingt. Steiner deutete dies an:
„Alles, was niedrig ist in unserem physischen Organismus, entspricht einem Hohen, das nur durch Imagination wahrgenommen werden kann. Da ist eine ganze Welt, die durch Imagination, durch imaginatives Erkennen wahrgenommen werden kann, eine Welt, die der Imagination gegeben ist, und die sich gewissermaßen spiegelt vom Jenseits des Tierkreises der Sinne in den menschlichen Organismus hinein.“ (11)
Steiner wies darauf hin, dass die 12 Sinne des Menschen den 12 Tierkreiszeichen entsprechen, die zugleich die 12 Urkonsonanten des Weltenwortes (Logos) bilden. Der Kopf bzw. die Sinne und die 12 Paar Gehirnnerven sind laut Steiner eine Umwandlung des Kraftsystems des Leibes der vorigen Inkarnation und darum wiederum ein Abbild des Tierkreises. So verwandeln sich beispielsweise die Arme im nächsten Erdenleben zum Sprachsinn, die Knie zum Tastsinn. Gemäß einer Übersicht dieser Zusammenhänge, die auf Steiner baut, zwischen den 12 Sternzeichen, 12 Körperteilen, 12 Sinnen, 12 Weltanschauungen und 12 Konsonanten wandelt sich die Organe des Bauches, des Inneren in leiblicher Beziehung, das ohne Beziehung zur Außenwelt steht - nämlich Leber, Milz und Verdauungsorgane, die zur Sternbild Jungfrau korrespondieren - sich in der nächsten Inkarnation um zur physischen Grundlage des Ich-Sinns, der wahrscheinlich wie die anderen Sinne auch nur einen Teil des physischen Organismus als Korrelat hat. Aber welcher Teil?
5. Mai 2011
nach oben
meine blogs
Echnaton und Nofretete spielen mit ihren Kindern. Quelle: Wikipedia
J
eder von uns hat die allgemein akzeptierten fünf Sinne und laut der Anthroposophie von Rudolf Steiner noch sieben weitere Sinne dazu. Einen von diesen 12 Sinnen nennt er den Ich-Sinn, der aber nicht geeignet ist, um das eigene Ich sondern das Ich eines anderen Menschen zu sinnen oder wahrzunehmen. Steiner
Ich und die Welt | Jostein Sæther
Denkübungen zum Ich-Sinn beim Lesen ein paar Vorträge Rudolf Steiners und eines Aufsatzes von Martin Errenst
besucher seit 2008
1. Vgl. Rudolf Steiner, Das Rätsel des Menschen. Die geistigen Hintergründe der menschlichen Geschichte, GA 170, Dornach 1964, Seite 110f.
Internetlink: fvn-rs.net
2. Vgl. Rudolf Steiner, Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik, GA 293, Dornach 1980, Seite 124ff.
3. Rudolf Steiner, Das Rätsel des Menschen - Die geistigen Hintergründe der menschlichen Geschichte, Vortrag vom 12. August 1916, GA 170, Dornach 1964, Seite 110.
4. Martin Errenst, Gedankensinn und Ich-Sinn. Eine indirekte Beschreibung dieser Sinne in den Ausführungen eines Entwicklungspsychologen. Die Drei, 8/9 2005, S.135.
Internetlink: errenst.eu
5. Peter Hobson in: Wie wir denken lernen - Gehirnentwicklung und die Rolle der Gefühle. Walter Verlag, Düsseldorf und Zürich 2003, Seite 25. Hier kann das Buch bestellt werden: amazon.com
6 und 7. Peter Hobson Seite 57.
8. Vgl. Rudolf Steiner, Soziales Verständnis aus geisteswissenschaftlicher Erkenntnis, GA 191, Dornach 1983, Seite 170f.
9. Rudolf Steiner in: Soziales Verständnis aus geisteswissenschaftlicher Erkenntnis, GA 191, Dornach 1983, Seite 170f.
11. Rudolf Steiner in: Das Rätsel des Menschen. Die geistigen Hintergründe der menschlichen Geschichte, GA 170, Dornach 1964, Seite 127.
Terrakotta-Statue eines Mädchens, 3. Jahrhundert v. Chr. Quelle: Wikipedia
Bild vom Kunstprojekt im Wohnheim für Autisten
Quelle: annefaeser.de
Bild vom Rembrandt-Kinderatelier
Quelle: annefaeser.de
Martin Errenst
Quelle: errenst.name
Die englische Ausgabe von Peter Hobsons Buch: Wie wir denken lernen - Gehirnentwicklung und die Rolle der Gefühle. Erstausgabe bei Macmillan, London, 2002
Gustave Moreau (1826-98), Ödipus und die Sphinx (1864). Öl auf Leinwand (206,4 × 104,8 cm). Metropolitan Museum of Art, New York.
Quelle: Wikipedia
Illustration des Tierkreiszeichens der Jungfrau aus einer Reproduktion eines mittelalterlichen Buch der Astrologie (15. Jahrhundert). Künstler unbekannt.
Quelle: Wikipedia
10. Rudolf Steiner, Anthroposophie, ihre Erkenntniswurzeln und Lebensfrüchte, GA 78, Dornach 1986, Seite 94.