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leben in Anthroposophie und Karmapraxis
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karmapraxis
Wenn ich jemand in Karmaarbeit coache, baue ich auf die Grundlage, dass ich über mich selbst Einblicke in frühere Leben habe. Ich habe sie durch individuelle meditative Tätigkeit selbst erworben ohne Zuhilfe von Rückführung durch andere. Seit 1996 verfüge ich über eine aus der Anthroposophie entwickelte Methode, die geeignet ist, auch andere zu Karmaerkenntnis und zu Einblicken in frühere Leben zu verhelfen.

Durch meine meditativen Entdeckungen und durch die umfassende Karmaarbeit mit anderen, wo charakteristische Einblicke u. A. in die atlantische Kultur kamen, schlossen sich die Motive zu einem umfassenden Erkenntnistableau zusammen. Aspekte davon sind in meinen zwei Büchern beschrieben. Die Fähigkeit des karmischen Rückblicks kann vielfältig erübt werden. Es geht jedoch nicht darum, frühere Leben als Sensation zu begucken, sondern sich vom darin wirksamen Karma harmonisieren zu lassen, so dass man für die Gegenwart ein ‚neuer’ Mensch wird.
zurückwandlung
In einem Vortrag vom 15. Juni 1924 (Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, GA 239) beschreibt Rudolf Steiner beispielhaft eine Tatsache der Karmaerkenntnis, die ich in zahlreichen Erfahrungen gleichartig bestätigt fand. Wenn frühere Erdenleben für mich durch höhere Erkenntnis aufgehen, dann schaue ich in ihrer geistigen Gestalt hinein. Ich empfinde mich dann nicht so, als ob ich im Jetzt bin, sondern ich erlebe mich quasi erneut im Ablauf der früheren Leben. Steiner betont, dass man nicht außen vor ihnen bleibe, sondern sich innerhalb der eigenen Zeitlosigkeit „zurückschaue“:
„Es ist nicht ein abstrakt-erkenntnismäßiges Hineinschauen, es ist eine Zurückwandlung, ein Einssein, ein Identischwerden mit demjenigen, was man war. Es wird sehr lebendig das Innere, sehr bewegt und erregt, wenn man da zurückkommt in die früheren Erdenleben.“
Im Erkenntnisdrama des karmischen Erkennens können wir unsere Vorstellungen ablaufen lassen wie miteinander ringenden Kräften. Ich lasse Begriffe und Bilder dynamisch werden, sodass ich ihre Einseitigkeit überwinde. Sie müssen für die Karmaschau ‚transparent’ sein. Wenn ich ein Motiv von einer Seite charakterisiert habe, muss ich es auch von der Gegenseite deuten. Das meditative Denken gegenüber karmischen Eindrücken wird dann zu einem Organ, das einerseits ‚passiv’ die geistige Umwelt durch sich strömen lässt, und auch schmiegsame ‚Fangarme’ entwickelt, um übersinnliche Phänomene aktiv abzutasten und umzufassen.


